Müll in der Bansenstraße

In der Bansenstraße türmen sich die gelben Müllsäcke, weil die Stadtreinigung angeblich nicht in die Straße hinein fahren konnte. Foto: sl
SABINE LANGNER, HARBURG
Wenn Nicolas Stuebs morgens aus seiner Haustür tritt, stolpert er als erstes über einen vollen gelben Müllsack. Eigentlich hätten dieser Sack und noch zahlreiche seiner Kollegen in der Bansenstraße schon lange abgeholt sein sollen. „Laut Plan sollte die Abholung an den Dienstagen der ungeraden Wochen erfolgen“, regt sich Nicolas Stuebs auf. „Ich habe den Wagen an dem Tag auch gesehen auf der Heimfelder Straße, aber bis zu uns ist er nicht gekommen.“ Ärgerlich rief der Heimfelder am nächsten Tag bei der Stadtreinigung an. „Die sagten mir, der Fahrer wäre aufgrund der vielen parkenden Autos nicht in die Einbahnstraße hereingekommen“, schimpft Nicolas Stuebs. „Wie kann denn das angehen? Die normale Müllabfuhr für den Restmüll kommt doch auch rein.“

Ganz besonders ärgert sich Nicolas Stuebs über die Folgen des nicht abgeholten Mülls. „Am Wochenende haben ein paar angetrunkene Jugendliche mit den Säcken Fußball gespielt. Sie sind teilweise ausgeplatzt und der Müll flog in der Gegend herum. Ich habe eine Stunde lang Müll gesammelt, nur weil die Fahrer offenbar nicht fahren können.“

Diesen Vorwurf weist Reinhard Fiedler, Pressesprecher der Hamburger Stadtreinigung allerdingt weit von sich und verweist stattdessen auf Beschwerden der Fahrer, dass die Straße „durch einen PKW verspert“ war. „In der Regel haben die Fahrer nicht die Zeit zu warten, bis das Hindernis weg ist oder später erneut vorzufahren. Und am nächsten Tag sind die Sammelfahrzeuge in anderen Gebieten im Einsatz. Übrigens: Wenn Anwohner so parken, dass unsere Fahrzeuge nicht durchkommen, wird auch ein Rettungsfahrzeug oder die Feuerwehr größte Probleme haben....“

Inzwischen wurden die Müllsäcke abgeholt. Gleichzeitig kündigt Reinhard Fiedler, ein anderes „Sorgenkind“, die Ernst-Eger-Straße, „im Rahmen einer Ortsbesichtigung durch unsere Abteilung Tourenplanung zu überprüfen. Ein Ortstermin dafür ist schon für diese Woche eingeplant.“
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