Moorburg wird nicht für Olympia „geopfert“

Wald-Radweg auf der Jahnhöhe: bald olympisch? Foto: mag

Innensenator Michael Neumann widerspricht dem Oberbaudirektor -
Olympische Mountain-Bike-Strecke in Heimfeld

Von Bernhard Bruno.
Am 6. Dezember entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, mit welcher Stadt sich Deutschland um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 oder 2028 bewirbt. Schon jetzt sorgt das Hamburger Konzept für das größte Sportfest der Welt auch südlich der Elbe für Gesprächsstoff.
Für die Leute aus Moorburg und Francop gibt es eine gute Nachricht. Innen- und Sportsenator Michael Neumann hat Wochenblatt-Leserin Tina Stark in einem Brief mitgeteilt, dass es nicht beabsichtigt sei, Moorburg und Francop für die Olympischen Spiele zu „opfern“. Wie berichtet, hatte Oberbaudirektor Jörn Walter in der Begleitgruppe zur Entwicklung des Harburger Binnenhafens angekündigt, dass man auf Flächen zurückgreifen müsse, die im Hafenentwicklungsgesetz längst benannt seien.
Tina Stark hatte deshalb bei Senator Neumann nachgefragt. Er schreibt ihr jetzt: „Die mit der Nutzung der Hafenflächen auf den Kleinen Grasbrook erforderlichen Betriebsverlagerungen sollen zum Anlass genommen werden, den Hafen weiterzuentwickeln und zu modernisieren.
Flächen im Hafenerweiterungsgebiet, zu denen auch Moorburg und Francop gehören, sollen nicht in Anspruch genommen werden.“
Rainer Böhrnsen, langjähriger Kämpfer für den Erhalt Moorburgs, hat weiter seine Zweifel: „Ich nehm das mal zur Kenntnis, erinnere aber daran, dass Herr Neumann Innensenator ist. Ich weiß nicht, ob er sich gegen den Wirtschaftssenator und andere durchsetzen kann.“
Unterdessen wird in Heimfeld spekuliert, welche Strecke die Innenbehörde für das olympische Mountainbike-Rennen vorgesehen hat. Wegen der Traditionsstrecke rund um die Kuhtrift gab es im vergangenen Jahr Ärger, die Ausweichstrecke im Vahrendorfer Forst dürfte sportlich viel zu anspruchslos sein.
In den Bewerbungsunterlagen findet sich dieser Hinweis: „Der Start- und Zielpunkt mit Tribünen für rund 5.000 Personen wird auf den vorhandenen Flächen und Einrichtungen des Vereinssports Jahnhöhe ausgebaut.“
Der Parcours verlaufe zunächst westlich der Jahnhöhe, dann auch westlich der A7 über Praktikantenweg, Fuchs-pass, Stadtscheide, Ehestorfer Weg bis zur Majestätischen Aussicht.
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Rainer Böhrnsen aus Moorburg | 01.10.2014 | 22:38  
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