"Mehr Geld für Kaffeebauern"

Cem Yarar, Maxim Schoen und Milan Takens (v.l.) vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium setzen sich für gerechteren Welthandel ein. Foto: C. Siegert

Harburger Schüler sind jetzt Botschafter für Fairen Handel

Gerechter Welthandel hat auch Harburger Gesichter: Milan Takens (14), Maxim Schoen (14) und Cem Yarar (13) ließen sich für diese Idee vom Hamburger Fotografen Christoph Siegert fotografieren. Aktueller Anlass: der Foto-Wettbewerb „Guck ma‘“ des Hamburger Aktionsbündnisses für Fairen Handel „hamburg mal fair“.
Milan, Maxim und Cem gehen in die achte Klasse des Alexander-von Humboldt-Gymnasiums in der Rönneburger Straße. Dort haben sie in ihrem Wahlpflicht-Kurs „Lernpartnerschaft Tansania“ zum ersten Mal von dem Fotowettbewerb gehört. „Ich musste die drei erst ein bisschen zum Foto überreden“, lacht Lehrerin Dagmar Bergholter, die den Kurs leitet. „Aber das hat richtig Spaß gemacht“, sagt Milan, „Wir haben bei ‚Guck ma‘ die Hamburger Autorin Regula Venske kennengelernt“, ergänzt Maxim.
Kann Handel denn unfair sein? „Ja, wenn die Leute, die z.B. Bananen anbauen, nicht genug Geld dafür bekommen“, erklärt Cem. „Die haben schließlich hart dafür gearbeitet“. Milan erklärt: „Fair Trade hat ein Siegel. Wenn ein Produkt dieses Siegel trägt, bekommen die Produzenten einen angemessenen Lohn und die Arbeitsbedingungen sind in Ordnung.“
Und was machen die drei neuen “Fair-Trade-Botschafter“, um für gerechteren Welthandel zu werben? „Ich hab schon mit meinem Vater gesprochen“, erzählt Cem, „aber er war noch nicht ganz überzeugt.“ Milans Familie trinkt neuerdings Fair-Trade-Tee.
Das aktuelle Projekt der Schüler: Sie verkaufen Kaffee für ihre Partnerschule in Kituntu (Tansania). Dafür haben sie selbst die Verpackung mitgestaltet. Lehrerin Dagmar Bergholter fand eine Harburger Kaffee-Rösterei, die kostenlos röstet, sogar Beimischungen spendiert und die Kaffeesteuer übernimmt.
Wer am Fotowettbewerb „Guck ma‘“ teilnehmen möchte: Er läuft noch bis zum 31. März 2012. Die Teilnahmebedingungen gibt’s bei hamburg mal fair (S 88 15 67 99) und
im Internet auf www.hamburgmalfair.de.
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