Maritimes Kulturzentrum schon im Frühjahr 2016?

Werner Pfeifer, Binnenhafen-Barde und NDR-Journalist, möchte aus der Fischhalle ein maritimes Kulturzentrum machen. Aber bekommt er auch den Zuschlag für das Gelände? Foto: pr

Ausschreibung für Verkauf der alte Fischhalle im Binnenhafen läuft -
bekommt Werner Pfeifer mit seinem Konzept den Zuschlag?

Von Rachel Wahba.
Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) hat die alte Fischhalle im Harburger Binnenhafen gegen Höchstgebot ausgeschrieben. Mögliche Investoren können jetzt also das 865 Quadratmeter große Grundstück und die sanierungsbedürftige alte Fischhalle von der Stadt kaufen.
Den Zuschlag bekommt aber nicht zwangsläufig der Bieter, der den Höchstpreis nennt. Im Ausschreibungstext ist ziemlich genau festgelegt, was der neue Inhaber zu leisten hat. Das Gebäude muss saniert und erhalten werden – für mindestens 17 Jahre. Und der neue Inhaber verpflichtet sich, aus der alten Fischhalle am Kanalplatz 16 ein „maritimes Kulturzentrum“ zu machen.
Damit wird klar, dass der LIG seinen Ausschreibungstext sehr eng auf das Konzept des Harburger Journalisten und Musikers Werner Pfeifer zugeschnitten hat. Der hatte im Jahr 2012 dem Bezirk seine Pläne mit der alten Fischhalle, für die vordem der Abriss geplant wurde, vorgestellt.
Kulturzentrum muss
2021 ein Jahr schließen

Der Bezirk Harburg segnete Pfeifers Konzept politisch ab und setzte sich daraufhin beim LIG, der das Grundstück im Auftrag der Stadt verwaltet, für Pfeifers Pläne ein. Allerdings hat diese Ausschreibung auch für Pfeifer einen Haken. Der LIG macht zur Bedingung, dass der zukünftige Inhaber sich schon jetzt damit einverstanden erklärt, das künftige Kulturzentrum 2021 zu schließen. Der Grund für die einjährige Unterbrechung des Betriebs der alten Fischhalle: In diesem Jahr wird die Kaimauer an dieser Stelle saniert. „Natürlich bin ich froh darüber, dass ich mich jetzt endlich für den Zuschlag bewerben kann. Aber diese einjährige Pause ist nicht zu unterschätzen“, so Werner Pfeifer.
Und Pfeifer muss jetzt sehr genau rechnen. Denn nach mehreren Baubesprechungen und Treffen mit Architekten hat sich heraus gestellt, dass die Sanierungskosten, so Pfeifer, „im hohen sechsstelligen Bereich liegen“. Zudem sei die Sanierung eines solch alten Bauwerks immer mit Überraschungen verbunden.
Dennoch will Pfeifer das Risiko eingehen und sein Angebot beim LIG abgeben. Wenn er den Zuschlag bekomme, sagt Werner Pfeifer, und alles nach Plan laufe, könne er sich eine Eröffnung der alten Fischhalle als maritimes Kulturzentrum am Kanalplatz schon im Frühjahr 2016 vorstellen.
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