Maritimes Kulturzentrum droht zu kentern

Werner Pfeifer, Musiker und NDR-Journalist, möchte aus der Fischhalle ein maritimes Kulturzentrum machen. Jetzt droht das Projekt zu scheitern. Foto: pr

Finanzbehörde stoppt Werner Pfeifers in der alten Fischhalle am Kanalplatz
geplantes Projekt - Rettung durch Bezirksamtsleiter Völsch?

Dem in der alten Fischhalle am Kanalplatz geplanten „Maritimen Kulturzentrum“ droht das Aus. Dabei hatte sich Musiker und NDR-Journalist Werner Pfeifer mit seinem vom Bezirk abgenickten Konzept in einem Bieterverfahren durchgesetzt. Doch jetzt hat der zuständige Landesbetrieb für Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) das Verfahren kurzerhand aufgehoben. Ob Bezirksamtsleiter Thomas Völsch im Gespräch mit dem LIG das Projekt noch retten kann?
Was war geplant? Pfeifer wollte das 865 Quadratmeter große Grundstück und die alte Fischhalle kaufen und renovieren. Entstehen sollten ein Galerie-Café, Räume für die Geschichtswerkstatt sowie ein
Büro für den Verein MuseumsHafen inklusive sanitärer Anlagen für Schiffseigner und ein Entsorgungsplatz für Müll.
Warum hat der LIG das Verfahren aufgehoben? Dazu sagt Daniel Stricker (Finanzbehörde) auf Wochenblatt-Anfrage: „Das Gebotsverfahren wurde aufgehoben, nachdem der erfolgreiche Bieter des Verfahrens im Rahmen der danach folgenden Verkaufsverhandlungen versuchte, wesentliche Bestandteile der Ausschreibungsbedingungen wegzuverhandeln beziehungsweise im Konzept geforderte Bedingungen für einen späteren Betrieb der Fischhalle nicht zu leisten in der Lage war.“

Wo genau hakt es aus Sicht des LIG? Bis vor zwei Wochen gab es für die Gastronomie noch keinen Pächter. Der ist inzwischen gefunden. Dann hatte die Geschichtswerkstatt kurzfristig überlegt, lieber andere Räume zu nutzen. Dieser Plan ist vom Tisch. Außerdem war dem LIG aufgefallen, dass die Geschichtswerkstatt vom Bezirk monatlich mit 630 Euro unterstützt wird - und der Einzug ins Maritime Kulturzentrum an die Zahlung dieser (längst bewilligten) Unterstützung geknüpft ist.

Wie geht’s weiter? Kann Werner Pfeifer nachverhandeln oder wird es eine neue Ausschreibung für die Fischhalle geben? „Über die Konsequenzen und das weitere Vorgehen stimmen sich LIG und Bezirksamt eng ab“, orakelt Daniel Stricker. Das Gespräch zwischen Bezirksamtsleiter Völsch und dem LIG fand nach Redaktionsschluss statt.

MuseumsHafen
Harburg

Der neue Verein MuseumsHafen Harburg hat bei seinen Planungen die Nutzung der Fischhalle einkalkuliert. „Es geht um das Büro für den Hafenmeister, um sanitäre Anlagen und einen Entsorgungsplatz für Müll“, sagt Gorch von Blomberg, „auch für uns steht viel auf dem Spiel.“
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