Leitung neu, Aussichten gut

Dirk Zieciak ist seit Anfang des Jahres der neue Leiter des Sozialkaufhauses fairKauf am Küchgarten.

Chancen stehen gut, dass das Sozialkaufhaus „fairKauf“ auch 2014 geöffnet bleibt

Die gute Nachricht gleich vorweg: Das Sozialkaufhaus „fairKauf“ am Küchgarten gibt es immer noch, und auch für 2014 sind die Perspektiven nicht schlecht. Wie berichtet, war die Zukunft des Kaufhauses unklar, weil Einsparungen der so genannten Ein-Euro-Jobs seinen Fortbestand fraglich machten.
Der katholische Verein In Via eröffnete das Sozialkaufhaus im April 2010. Dort dürfen nur Menschen einkaufen, die Hartz IV beziehen, eine kleine Rente haben oder nicht mehr als 800 Euro im Monat verdienen. Sie bekommen hier für wenig Geld Kleidung, Möbel, Haushaltsgegenstände und Bücher. Rund 110 Mitarbeiter arbeiten bei fairKauf. Ein Großteil von ihnen sind Langzeitarbeitslose, die hier zwischen sechs Monaten und einem Jahr arbeiten und für einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt fit gemacht werden sollen.
Neben dem Kaufhaus gibt es ein Café, eine Nähwerkstatt, in der die Kleiderspenden gewaschen, gebügelt und geändert werden sowie eine Möbelwerkstatt, in der Gespendetes repariert und aufpoliert wird. Ein Transportdienst, der ebenfalls dazugehört, holt die Möbelspenden ab und bringt die Möbel gelegentlich auch zu den Käufern. Dazu kommen noch ein Büro mit Beratungsangeboten und eine Computerstation für die Stellensuche.
Das Kaufhaus hat sechs fest angestellte Mitarbeiter. Einer von ihnen ist Dirk Zieciak, der Anfang des Jahres die Leitung übernommen hat. „Wir sind inzwischen eine feste Institution in Harburg“, freut sich der 49-jährige diplomierte Sozialökonom. „Wir haben Stammgäste im Café. Einige treffen sich regelmäßig hier zum Kaffeeklatsch. Es kommen aber auch Mitarbeiter aus anderen Institutionen, um hier Beratungsgespräche zu führen.“
Zum guten Image trage sicher auch bei, dass es immer mal wieder Menschen gibt, die von einem Job bei fairKauf den Sprung in eine Festanstellung schaffen. „Wir machen hier gute Arbeit“, sagt Zieciak zufrieden, „Daher bin ich ganz optimistisch, dass wir den Betrieb auch 2014 fortführen können.“ Vorraussetzung ist, dass die Agentur für Arbeit In Via wieder Stellen für Langzeitarbeitslose bewilligt. Die Enscheidung darüber wird im Herbst fallen.
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