Leckt das Abwasserrohr?

An der Wand und auf dem Boden neben dem Abwasserrohr sind bräunliche Flecken zu erkennen. Foto: Kleine

Eißendorferin hat in ihrem Keller braune Flecken an der Wand

Ist der Keller schmutzig, und versifft? Triefen ekelerregende Flüssigkeiten aus einem Abwasserrohr? Oder besteht kein Grund zur Sorge, weil alles seine Ordnung hat? Darüber streiten die Eißendorferin Sylvia Kleine und die Süderelbe Wohnungsbau Betreuungsgesellschaft.
Sylvia Kleine wohnt im Nachtigallenweg 8. Hauseigentümer ist die Wendt-Stiftung, die Verwaltung hat die „Süderelbe“ übernommen. Zur Wohnung gehört auch ein Kellerraum, in dem an der Wand ein Abwasserrohr entlang läuft. Im Keller sind diverse Sachen in Kartons gelagert.
Im Dezember entdeckte Sylvia Kleine in ihrem Keller braune Sprenkel an der Wand neben dem Abwasserrohr. „Ein hier am Boden stehender Karton war feucht und mit ekligem Zeug vollgesogen“, erinnert sich die Mieterin. „Der Hausmeister hat mir geraten, ich solle alles Durchgeseihtes wegwerfen und nichts mehr ans Rohr stellen.“ Dies alles könne ein Nachbar bezeugen. „Aber ich fasse hier nichts mehr an“, sagt Sylvia Kleine, die unter dem MCS-Syndrom - einer vielfachen chemischen Überempfindlichkeit - leidet. Ihre mehrfachen Beschwerden bei der Hausverwaltung blieben bislang ohne Ergebnis. „Mir wurde ein übertünchter, undichter Raum angedreht“, vermutet Sylvia Kleine.
Aus Sicht der „Süderelbe“ hört sich der Sachverhalt anders an. „Eventuell war da früher mal ‘was“, meint Süderelbe-Vorstand Gerd Höft angesichts der Flecken an der Wand. Jetzt sei aber alles in Ordnung. „Wir haben die Leitung von einem Fachmann prüfen lassen. Da ist nichts kaputt.“ Auch eine Ortsbesichtigung zusammen mit einer Mitarbeiterin der Wohnungspflege des Bezirksamtes am 8. Januar habe nichts ergeben. „Dabei konnten weder ekelerregende Flüssigkeiten noch Dämpfe festgestellt werden“, sagt Gerd Höft.
Wie geht’s jetzt weiter? Süderelbe-Vorstand Höft: „Wir haben angeboten, dass der Keller einen neuen Anstrich erhält. Frau Kleine kann sich deswegen mit dem Hausmeister in Verbindung setzen.“ Einen anderen Kellerraum wird Sylvia Kleine nicht bekommen. Gerd Höft: „Alle Kellerräume sind vermietet.“ Sylvia Kleine hat jetzt einen Rechtsanwalt eingeschaltet.
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