Lagerhalle brennt am Binnenhafen - 50 Meter hohe Flammen

Von fern zu sehen: Das Feuer in der Nartenstraße

Gewaltiges Feuer an der Nartenstraße

Die Flammen schlagen 50 Meter hoch in den Himmel, eine riesige schwarze Rauchwolke zieht sich träge in Richtung Norden nach Hamburg hin. In sicherer Entfernung kreiseln Hubschrauber der Polizei über dem Brandort. In den Straßen rings umher stauen sich die Autos. Hunderte von Schaulustigen gucken, fotogafieren mit ihren Handys - der Brand ist kilometerweit zu sehen.
In der Nartenstraße brennt seit heute Nachmittag eine Lagerhalle. Die Lagerhalle ist 3.000 Quadratmeter groß, hier lagern Kautschukprodukte, gasbetriebene Gabelstapler und Heizöl. Gewaltige Explosionen erschüttern immer wieder die Luft, sie werden gefolgt von hoch aufschießenden Flammen, der heiße Hauch des Brandes ist weit zu spüren. Würde mitten in Harburg ein Vulkan ausbrechen - so würde es aussehen. Stundenlang gellt das Tatütata der Einsatzfahrzeuge durch die Straßen.
"Seit etwa 16 Uhr brennt es gleichbleibend stark, die Halle ist nicht mehr zu retten", sagt Feuerwehr-Pressesprecher Hendrik Frese dem Wochenblatt kurz vor 19 Uhr. 250 Feuerwehrleute sind seit Stunden nur mit einem beschäftigt: die umstehenden Gebäude zu schützen. "Richtung Westen steht eine Lagerhalle, im Nordosten sind Wohn- und Produktionsgebäude", sagt der Sprecher. Die Tankstelle im Norden des Brandes sei vor dem Flammen gesichert. Gefährdet sei die Starkstromleitung, die unweit südlich der brennenden Halle verläuft; "Deswegen wurde der Strom zeitweise abgeschaltet", sagt Frese.
Gegen Abend ist die Holborn Werksfeuerwehr zu Hilfe gekommen; sie baut einen riesigen Wasserwerfer auf, der stärker ist als alles, was die Hamburger Feuerwehr aufbieten kann: 16.000 Liter Wasser pro Minute zischen hier aus den Schläuchen.
Trotzdem wird es wohl Morgen werden, bevor der Brand wirklich gelöscht ist. Das wird eine harte Nacht für die Feuerbekämpfer - und das, nachdem sie gerade den Silvester-Einsatz hinter sich haben.
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