Klage abgewiesen - grünes Licht für Hospiz

Verwaltungsgericht: Hospiz im Wohngebiet zulässig - erste Gäste bereits eingezogen

Aufatmen beim DRK. Das Verwaltungsgericht Hamburg hat die Klage gegen das Langenbeker Hospiz abgewiesen. „Ich bin sehr erleichtert, dass das Gericht den Weg für das Hospiz frei gemacht hat. Aber ich danke auch all den vielen Unterstützern für die Solidarität gerade in den letzten Tagen“, kommentierte Harburgs DRK-Kreisgeschäftsführer Harald Krüger erleichtert.
Hintergrund: Ein Ehepaar, dessen Grundstück direkt an das Hospiz grenzt, hatte gegen den Bau geklagt. Kläger-Anwalt Rolf Dieter Klooß: „Das Bauvorhaben widerspricht nach unserer Auffassung den Festsetzungen des geltenden Bebauungsplanes und der Beschränkung auf ein Geschoss und steht nicht im Einklang mit dem Gebietscharakter.“
Doch das Verwaltungsgericht stellte nach einem Ortstermin im Blättnerring jetzt klar: Das Hospiz mit zwölf Zimmern ist in einem allgemeinen Wohngebiet zulässig. Für die Nachbarn entstehen keine unzumutbaren Beeinträchtigungen - weder wegen der Größe des Gebäudes noch durch den zu erwartenden Verkehr.
Kleinere Verstöße gegen Vorgaben der Baugenehmigung wird das Rote Kreuz beseitigen. Die Müllcontainer werden vom Rettungsweg geräumt, zwei lärmende Lüfter besser schallisoliert. Gegen das Urteil kann Berufung beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.
Ob die Kläger diesen Weg beschreiten wollen, ist noch nicht bekannt.


In einem Hospiz bekommen unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase eine respektvolle, umfassende und kompetente Betreuung. Das DRK-Hospiz am Blättnerring bietet Platz für zwölf Schwerstkranke. Bereits am Montag sind die ersten Gäs-te eingezogen. „Ich gehe davon aus, dass unsere Einrichtung spätestens ab dem kommenden Frühjahr weitestgehend ausgelastet sein wird“, gibt sich DRK-Kreisgeschäftsführer Harald Krüger zuversichtlich.
Für die Gäste entstehen durch den Aufenthalt im Hospiz keine Kosten. „ Diese werden zu zehn Prozent vom Harburger Roten Kreuz als Träger des Hospizes sowie zu 90 Prozent von den Kranken- und Pflegekassen übernommen. Das DRK ist pro Jahr auf Spenden in Höhe von 250.000 Euro angewiesen. Längst haben viele Harburger Firmen das Hospiz unterstützt, zuletzt das Friseurstudio Pfeiffer (2.000 Euro) sowie Karstadt Harburg (3.000 Euro).
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