Keine Cocktails unter Hochspannungsmasten

Beachclub soll jetzt doch an den Treidelweg umziehen

Von Rachel Wahba.
Nach Plänen des Harburger Baudezernenten Jörg Heinrich Penner soll der Beachclub nun doch direkt an den Treidelweg verlagert werden. Dass der
Beachclub an seinem jetzigen Standort, dem Veritaskai, nicht bleiben kann, ist schon lange bekannt. Die Stadt will das Grundstück an den Hamburger Investor Lorenz + Partner verkaufen.
Als endgültiger Standort für den Harburger Beachclub wurde immer der Treidelweg gehandelt. Das allerdings setzte die Sanierung der maroden Kaianlage voraus. Und dafür hatte die Stadt Hamburg bisher kein Geld. Nun scheint es doch anders zu funktionieren. „Die Kaimauer selbst ist vermutlich standsicher, aber die Abdichtung unter der Kaimauer ist so verrottet, dass es hinter der Mauer immer wieder zu Versackungen kommt“, sagte Baudezernent Penner in der jüngs-ten Sitzung des Stadtplanungsausschusses. „Diesen Versack- ungsbereich will Heiko Hornbacher beim Betrieb eines Beachclubs mit Holzdecks überbrück-en. So kann noch vor der Sanierung des Kais der Beachclub am Treidelweg betrieben werden“, so Penner weiter.
Ursprünglich sollte Hornbacher mit dem Beachclub die kommende Saison neben der alten Fischhalle eröffnen, bevor die Fläche am Treidelweg bezugsfertig ist. Aber diese Fläche eignet sich kaum. Dort liegt das Flüchtlingsschiff „Transit“. Zudem müssten Hornbachers Gäste ihre Cocktails direkt unter einer Hochspannungsleitung trinken. „Insgesamt betrachtet wäre dies eine unglückliche Situation, in die man Herrn Hornbacher da hineinmanövriert hätte“, sagt Jürgen Heimath, SPD-Fraktionschef in der Bezirksversammlung Harburg.
Das habe auch im Bezirk zur Einsicht geführt, die Fläche am Treidelweg noch einmal eingehender zu prüfen. Auf sein Zelt wird Hornbacher dort allerdings verzichten müssen. Das sei, so Penner, nicht genehmigungsfähig.

Cocktails schlürfen
beim Flüchtlingsschiff?

Derzeit laufen die Vertragsverhandlungen für die Fläche am Veritaskai. Dort soll ein Hotel gebaut werden. Die Pläne gibt es schon seit geraumer Zeit. Bisher scheiterte das Vorhaben allerdings daran, dass sich kein passender Investor fand.
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