Kein Platz für ein „süßes Mädchen“?

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Jahrelang lag die „Seute Deern“ im Westlichen Bahnhofskanal. Am Sonnabend wird sie den Harburger Binnenhafen verlassen. Das ehemalige Bäderschiff wird künftig im Sandtorhafen in der Hafencity liegen. Foto: hc hagemann

Nach Streit um passenden Liegeplatz wird die „Seute Deern“ am Sonnabend
den Binnenhafen in Richtung Hafencity verlassen

Elf Jahre lang lag die „Seute Deern“ im Harburger Binnenhafen. Am Sonnabend, 13. September, wird das ehemalige Seebäderschiff Harburg verlassen. Künftig wird die „Seute Deern“ im Sandtorhafen in der Hafencity, direkt an den Magellanterrassen, vor Anker gehen. „Das ist dort der schöns-te Liegeplatz“, meint Schiffseigner Arne Weber.
Hintergrund des Ortswechsels: Arne Weber und die Harburger Verwaltung konnten sich nicht auf einen Liegeplatz für die gut 63 Meter lange „Seute Deern“ (Plattdeutsch für: Süßes Mädchen) einigen. Die Verwaltung möchte am Kanalplatz, dem von Weber gewünschten Standort, keine „Dauerparker“ haben. Warum? Bis Redaktionsschluss konnte die Verwaltung hierauf keine Antwort geben.
Zuletzt lag die „Seute Deern“, die für Events gebucht werden kann, im Ziegelwiesenkanal. Kein idealer Standort. Arne Weber: „Der Unterhalt des Schiffes kostet viel Geld. Wir können die Seute Deern nicht in der letzten Ecke des Hafens verstecken.“
Warum kommt der Westliche Bahnhofskanal nicht in Frage, hier lag das Schiff doch viele Jahre? „Als ich die Gebäude dort verkauft habe, wollte der neue Besitzer die „Seute Deern“ dort nicht mehr haben“, berichtet Weber.
Nach einem passenden neuen Liegeplatz musste Arne Weber nicht lange suchen. „Es gab viele, die das Schiff wollten. Aber ich hatte immer nein gesagt, weil die „Seute Deern“ nach Harburg gehört.“ Doch nachdem die Gespräche mit der Verwaltung nicht zum erhofften Ergebnis führten, nahm Weber jetzt das Angebot der Stiftung Hamburg Maritim an.
Die „Seute Deern“ ist das größte Schiff, das dauerhaft den Traditionshafen in der Hafencity ziert.
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Norbert Schacht aus Harburg | 09.09.2014 | 22:32  
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