Kein Kunstrasenplatz an der Außenmühle

Das Wasser läuft nicht ab. Ein Problem, das es nicht nur auf dem Sportplatz Außenmühle, sondern auch auf dem Sportplatz Gustav-Falke-Straße in Eimsbüttel gibt. Foto: pr

Im Bezirk werden 2013 drei Kunstrasenplätze entstehen: zwei in Hausbruch am Jägerhof, einer am Alten Postweg

Nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung. Dies musste jetzt auch die FSV Rönneburg erfahren. Auf der vom Club genutzten Sportanlage an der Außenmühle wird der erhoffte Kunstrasenplatz nicht gebaut. Dabei sind im Bezirk in diesem Jahr drei Kunstrasenplätze geplant: zwei in Hausbruch am Jägerhof für insgesamt 1,167 Mio Euro, einer in Heimfeld am Alten Postweg (450.000 Euro).
Für die FSV Rönneburg, entstanden aus der Fusion von FSV Harburg und SV Rönneburg, sind derzeit über 20 Fußball-Mannschaften aktiv. Gespielt wird auf den Sportplätzen Wilstorfer Höh und Außenmühle. „Uns fehlt ein Kunstrasenplatz. Als einziger großer Verein im Harburger Raum verfügen wir über keinen Rasen- oder Kunstrasenplatz“, beschreibt Holger Wichern (2. Vorsitzender) die Lage.
Doch die Antwort aus dem Bezirksamt ist eindeutig. „Der Bau eines Kunstrasenplatzes kommt auf der Sportanlage Außenmühle wegen der topographischen Lage nicht in Frage. Das Großspielfeld liegt
unter der Wasserlinie des benachbarten Außenmühlenteichs. Die Herrichtung eines Kunstrasenfeldes ist nicht zu bezahlen“, teilt die Verwaltung mit.
Dafür sollen der vorhandene Grandplatz sowie die Laufbahn für 120.000 Euro saniert werden. Auf dem Grandplatz (Zustand: eingeschränkt nutzbar, 67,5 von 100 Punkten) läuft das Regenwasser nicht ab. Der Belag bildet mit dem Untergrund eine wasserundurchdringliche Decke.
„Die Fachleute sind von diesem Phänomen überrascht und beraten noch, was zu tun ist. Soweit wir bisher erfahren konnten, ist ein Abtragen der Decke nicht notwendig“, erklärt Holger Reinberg (Bezirksamt Harburg). Zur Zeit wird über Bohrungen nachgedacht...
Einen (ganz kleinen) Kunst-rasen gibt’s für die Sportanlage Außenmühle aber doch: Das auf einem höhergelegenen Geländeteil befindliche Kleinstfeld (Zustand: abgängig, 33 von 100 Punkten) wird mit Kunstrasen ausgestattet. Die Kosten teilen sich der Bezirk und ein Spender.
Im Jahr 2014 werden im Bezirk Harburg keine weiteren Kunstrasenplätze entstehen.




Vom 20. August bis 2. November 2012 wurden alle Öffentlichen Sportplätze in Hamburg untersucht und bewertet. Das beste Ergebnis wäre 100 Prozent (= uneingeschränkt nutzbar). Weitere Kategorien: Nahezu uneingeschränkt nutzbar (83 %); eingeschränkt nutzbar (66 %); stark eingeschränkt nutzbar (50 %); in der Regel nicht nutzbar (33 %) sowie nicht nutzbar (16 %).

Die Werte für die Harburger Spielfelder:

Alter Postweg: 89,17 Arp-Schnitger-Stieg: 92,5
Außenmühle: 67,5 Brandesstraße (Wilstorfer Höh): 81,95
Cuxhavener Str. (Opferberg): 94,58 Ehestorfer Weg: 90,42
Kiesbarg: 99,58 Lichtenauer Weg: 70,83
Marienkäferweg: 80,00 Moorburger Elbdeich: 90,00
Scharfsche Schlucht: 89,17 Talweg (Jägerhof, nörd. Feld): 69,17
Talweg (Jägerhof, Platz 2): 50,83 Bolzplatz Schutzhütte: 54,17
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