Kann Scholz weiter allein regieren?

Eigentlich steht es schon jetzt fest: Auch nach der Wahl am Sonntag wird der Bürgermeister weiterhin Olaf Scholz heißen. Fraglich scheint allein die Frage, ob die SPD künftig auf einen Koalitionspartner angewiesen ist. Foto: archiv

Am Sonntag, 15. Februar, wird die Bürgerschaft gewählt -
Unentschlossene können sich beim Wahl-O-Mat orientieren

So mancher Bürger mag aufatmen. Der langweilige Bürgerschaftswahlkampf neigt sich dem Ende entgegen. Am Sonntag, 15. Februar, dürfen die Wähler ihre Kreuzchen machen. Mit welchen Erwartungen sehen die Parteien in Harburg der Entscheidung entgegen? Das Wochenblatt hat nachgefragt.
SPD-Kreischef Frank Richter gibt sich zuversichtlich. „Wir bekommen 44 Prozent plus X.“ Wie viele Harburger Sozis kommen in die Bürgerschaft? „Wieder sieben.“ Gefeiert wird ab 17 Uhr im Herbert-Wehner-Haus, Julius-Ludowieg-Straße.
Harburgs CDU-Kreisvorsitzender Ralf-Dieter Fischer ahnt, dass seine Partei es diesmal schwer haben wird: „Ich bin froh, dass wir eine Trennung zwischen Bürgerschafts- und Bezirkswahl haben.“
Wie viel Prozent trauen Sie der CDU zu? „22“, so Fischer, „aber in Harburg wird es deutlich mehr sein.“ Wer schafft es in die Bürgerschaft? Bei der CDU setzt man in den Wahlkreisen auf André Trepoll und Birgit Stöver. Harald Krüger soll es über die Landesliste schaffen.
Harburgs Grünen-Sprecher Robert Klein rechnet für seine Partei mit einem Wahlergebnis von 14 bis 16 Prozent. Seit Jahren sitzt kein Harburger Grüner in der Bürgerschaft. Wird sich das ändern? „Das wird nicht leicht, aber wir sind nicht chancenlos“, spekuliert Klein.
Was erwartet die Harburger Linke von der Wahl? „Ein hoffentlich zweistelliges Ergebnis“, sagt Sabine Boeddinghaus. Die Erziehungswissenschaftlerin tritt selbst auf Platz drei der Landesliste an. Die Chancen, dass ihr der Sprung aus der Harburger Bezirksversammlung in die Hamburger Bürgerschaft gelingt, stehen nicht schlecht.

AfD und FDP in
der Bürgerschaft?


Dass die AfD an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert, hält Harburgs AfD-Vorsitzender Ulf Bischoff für ausgeschlossen: „Wir bekommen mehr als sieben Prozent.“
Wenn Bischoff Recht behält, könnte Peter Lorkowski über die Landesliste in die Bürgerschaft ziehen. Lorkowski saß dort bereits 2001 bis 2004 für die Schill-Partei.
Auch der Bürgerschaftsabgeordnete Kurt Duwe (FDP) will es noch mal wissen. Sein Tipp für die FDP: „Sieben Prozent“. Wie schwer machen Ihnen die Neuen Liberalen zu schaffen? „Gar nicht“, so Duwe entschieden.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.