Jetzt kracht’s nicht mehr

Ein paar Warnbaken, ein paar Striche verhindern Unfälle. Foto: mag

Unfallschwerpunkt Großer Schippsee/Buxtehuder Straße erfolgreich entschärft

Von Andreas Göhring.
Zwei Warnbaken mit einem soliden Betonsockel und ein paar weiße Striche auf der Fahrbahn haben einen gefährlichen Unfallschwerpunkt in Harburg entschärft. An der Einmündung des Großen Schippsee in die Buxtehuder Straße – neben der Jet-Tankstelle – hatte es in den vergangenen Monaten und Jahren häufiger gekracht.
Besonders spektakulär: Im September war ein Kleinwagen, der auf die B73 eingebogen war, von einem Geländewagen gerammt worden. Er landete hochkant an einer Reklamewand, die Fahrerin erlitt schwere Verletzungen.
Die Unfallkommission der Hamburger Polizei hatte die Unfälle unter die Lupe genommen und analysiert. Sie kam zu dem Schluss, dass die Einmündung unübersichtlich ist. Zudem mag auch überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle spielen und die Tatsache, dass die Buxtehuder Straße hier in einer Kurve verläuft.
Ulf Schröder, Leiter der Verkehrssituation: „Wir haben vorgeschlagen, die Rechtsabbiegespur aufzuheben und die Warnbaken aufzustellen.“ Das Bezirksamt hat sofort reagiert und die Vorschläge in die Tat umgesetzt. Das war im März 2015. Seitdem hat es an der Einmündung keinen einzigen Unfall mehr gegeben.

Jedes Jahr Unfallschäden in Höhe von 606.000 Euro

Das heißt nicht, dass die Unfallkommission jetzt die Hände in den Schoss legen kann. Zurzeit beschäftigt sie sich mit dem bezirklichen Unfallschwerpunkt Nummer eins, nämlich der Großkreuzung Hannoversche Straße/Buxtehuder Straße, Moorstraße, Walter-Dudek-Brücke. Unfälle an dieser Stelle richten im Jahr durchschnittlich 606.000 Euro Schäden an. Damit ist die Kreuzung Spitzenreiter im Bezirk Harburg.
An zweiter Stelle der Liste mit den jährlichen Schadenssummen im Bereich des Polizeikommissariats 46 folgt die Winsener Straße im Bereich zwischen den Hausnummern 32 und 54. Hier befinden sich die Zufahrten zur Aral-Tankstelle und dem Rewe-Supermarkt. Durchschnittsschäden pro Jahr: 461.000 Euro. Schröder: „Dieser Schwerpunkt wird zurzeit noch von der Harburger Straßenverkehrsbehörde beobachtet.“ Konkrete Maßnahmen seien noch nicht geplant.
Mit 409.000 Euro liegt die Einmündung der Westrampe von der Anschlussstelle Harburg-Mitte der Stadtautobahn in den Großmoordamm in der Liste an dritter Stelle.
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