Jetzt kommt der Neue

Vermutlich wird Thomas Völsch erst im Januar an seinem Schreibtisch im Harburger Rathaus sitzen. „Mit seinem Amtsantritt ist eher Anfang nächsten, als Ende dieses Jahres zu rechnen“, bestätigt Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde. Foto: pr

Torsten Meinberg (CDU) als Bezirksamtsleiter abgewählt - SPD hievt Thomas Völsch auf den Chefsessel

Die SPD hat ihr Ziel erreicht, das Harburger Rathaus ist wieder „rot“. Mit Thomas Völsch steht nun ein SPD-Mann an der Spitze der über 800 Mitarbeiter zählenden Harburger Verwaltung. Völsch löst Torsten Meinberg (CDU) ab, der von der SPD-Mehrheit in der Bezirksversammlung am frühen Dienstagabend abgewählt wurde. Für Völsch stimmten 28 Abgeordnete, gegen ihn 23. Da die SPD-Fraktion nur 26 Abgeordnete zählt, müssen auch mindestens zwei Stimmen aus anderen Fraktionen gekommen sein.
Erst vor zwölf Monaten hatte Schwarz-Grün Meinberg bis 2017 gewählt. Dessen Abwahl ist selbst in SPD-Kreisen umstritten. Wolfgang Kopitzsch, SPD-Bezirksamtsleiter in Nord, bedauerte diesen Schritt auf der Personalversammlung aller Hamburger Bezirksamtsmitarbeiter ausdrücklich.
Für Thomas Völsch war Dienstag „ein ganz normaler Arbeitstag“. Selbst nach der Wahl wollte er nicht groß feiern. „Nein, ich mache nichts Dramatisches. Ich gehe auch nicht mit meiner Frau essen. Das ist ein ganz normaler Abend.“
Wann der Neue seine Arbeit im Harburger Rathaus aufnimmt, ist noch ungewiss. Noch steht die Bestätigung durch den Senat aus. „Erst muss der Senat mit einer entsprechenden Drucksache befasst werden. Diese muss geschrieben und mit den notwendigen Fristen und Behördenabstimmungen eingebracht werden“, erläutert Finanzbehörden-Sprecher Daniel Stricker. „Insofern ist mit einem Amtsantritt eher Anfang nächsten als Ende diesen Jahres zu rechnen.“ Bis dahin bleibt Torsten Meinberg geschäftsführend im Amt.

Der neue Bezirksamtsleiter Thomas Völsch (53) ist Diplom-Verwaltungswirt, ist verheiratet, lebt in Neugraben und arbeitete bislang in der Schulbehörde.

Was möchte Völsch?
Als Bezirksamtsleiter will Thomas Völsch dafür sorgen, dass Harburg seinen Anteil an den 6.000 vom Senat zugesagten Wohnungen baut. Auf dem Gelände der Röttiger-Kaserne müssten mehr Wohnungen als bisher geplant entstehen. Die geplante Schlickdeponie in Moorburg lehnt Völsch ab. In Harburg möchte er die Attraktivität des Wochenmarkts steigern. Außerdem fehle im Zentrum ein zweiter Anker neben dem Phoenix-Center. Ganz wichtig ist für Völsch der Bau der A26 und der Hafenquerspange. „Wenn diese Projekte wegbrechen, bekommen wir massive Probleme.“
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2 Kommentare
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Herzog Otto aus Harburg | 02.12.2011 | 13:26  
-11
Henrik Friske aus Heimfeld | 13.12.2011 | 20:19  
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