"Jetzt fehlt nur noch ein Windrad"

Das neueste Projekt des Friedrich-Ebert-Gymnasiums ist eine nagelneue Klimastation. Foto: sl

Klimastation im Schulgarten, beheizte Gewächshäuser, ein Wasserbecken ist im Bau: Am Friedrich-Ebert-Gymnasium gibt es viele spannende Projekte

In Deutschland fehlen gut ausgebildete Nachwuchs-Ingenieure. Immer weniger Abiturienten kümmern sich um Naturwissenschaften. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat das Harburger Friedrich-Ebert-Gymnasium (FEG) vor ein par Jahren den MINT-Zweig (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gegründet. Hier lernen die Kinder die Anwendung von Physik, Chemie, Bio & Co in der Praxis. Das neueste Projekt: eine Klimastation im Schulgarten.
Die Messstation zeichnet Regenmengen, Temperaturen und den Luftdruck auf. „Die Mess-werte fließen in den Unterricht mit ein. Die Kinder können selbst Wetterkarten erstellen und die verschiedenen Wetterlagen miteinander vergleichen“, berichtet Fachlehrerin Kerstin Gleine begeistert. „Kinder lernen besser, wenn sie selbst etwas tun können.“
Viel entdecken können die Gymnasiasten auch in mit einer Biogasanlage beheizten Gewächshäusern. Gerade im Bau ist ein Wasserbecken, in dem zukünftig Wellen und Strömungen beobachtet werden können. Außerdem soll noch eine Lehrküche entstehen. „Wir wollten uns mit den Projekten am Leben orientieren“, so Kerstin Gleine weiter. „Essen muss jeder. Mit Wetter haben auch alle etwas zu tun. Am liebsten hätten wir noch ein Windrad.“
Passend zur neuen Klimastation wurde auch gleich eine Klima-Arbeitsgruppe gegründet. Sieben Kinder der Schule wurden zu Klima-Botschaftern ernannt. „Wir waren für einen Tag auf einer Akademie“, erzählt Tugce Yücel (12), „und haben dort ein paar Sachen über das Klima gelernt, die wir an die anderen Schüler weitergeben. Außerdem haben wir Geld gesammelt und wollen jetzt ein paar Bäume auf dem Schulhof pflanzen.“
Ihren Job als Klimabotschafter nehmen Tugce und ihrer Mitstreiter sehr ernst. „Ich habe meine Mutter jetzt so weit, dass wir zum Einkaufen nicht mehr mit dem Auto fahren, sondern zu Fuß gehen, oder den Bus nehmen“, erzählt die Schülerin. „Auch passe ich auf, dass wir das Licht ausmachen, wenn wir das Zimmer verlassen. Das klappt auch schon ganz gut. Nur mein großer Bruder mault ein bisschen.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.