Islamisches Hochzeitszentrum in der Harburger City ?

Für Ex-Bezirksamtsleiter Michael Ulrich (SPD) wird Harburg durch das geplante Veranstaltungszentrum aufgewertet. Foto: pr

Standort: ehemaliges C&A-Gebäude in der Lauterbachstraße - Familienfeiern mit bis zu 600 Personen und kleinere Messen geplant - Antrag liegt Verwaltung vor

Im Obergeschoss des ehemaligen C&A-Gebäudes in der Lauterbachstraße soll ein Veranstaltungszentrum entstehen. Familienfeiern mit bis zu 600 Gästen, auch islamische Hochzeiten, könnten dort stattfinden. Ein entsprechender Antrag liegt der Harburger Verwaltung vor. „Wir haben noch nichts entschieden, denn bisher ist der Antrag nicht vollständig“, sagt Bezirksamtssprecherin Beatrice Göhring. Außerhalb der Verwaltung war von dem Projekt nichts bekannt. „Ich wundere mich, dass man das über die Presse erfährt“, kommentierte SPD-
Fraktionschef Jürgen Heimath.
Als Veranstaltungsort für größere Familienfeiern (islamische Hochzeiten) war vor wenigen Jahren bereits ein Gebäude in Neuland ins Auge gefasst worden. Das Vorhaben zerschlug sich, die Suche ging weiter. Nun scheint ein neuer Standort gefunden: das ehemalige C&A-Haus in der Harburger City. Seit C&A ins Phoenix-Center umgezogen ist, steht das Obergeschoss leer. „Das ist ein störungsfreier Standort mit direktem S-Bahn-Anschluss“, urteilt Ex-Bezirksamtsleiter Michael Ulrich (SPD), der den Antragsteller berät. „Der Mietvertrag ist bereits abgeschlossen.“
Auf rund 1.800 Quadratmetern sollen kleinere Messen und islamische Hochzeiten stattfinden. „Die Ausrichtung ist aber nicht speziell muslimisch“, so Ulrich, „dort können auch russische oder deutsche Hochzeiten gefeiert werden. So etwas gibt es bislang nicht in Harburg. Das ist ein Beitrag zur Standortaufwertung.“
Der Ex-Bezirksamtsleiter ist zuversichtlich, dass dieses Vorhaben demnächst genehmigt wird: „Nur Details beim Brandschutz und Schallschutz müssen noch geklärt werden. Planrechtlich ist alles ohne Befreiung zulässig.“ Fehlen dort nicht Stellplätze? „Nein, das ist kein Problem“, so Ulrich.
Ganz so einfach sieht Jürgen Heimath das Projekt nicht: „Noch müssen viele Fragen geklärt werden. Aber wenn die rechtlichen Voraussetzungen stimmen, stehe ich dem nicht ablehnend gegenüber.“ Für die CDU sagt Rainer Bliefernicht: „Wir lehnen dieses Ansinnen ab. Das ist kontraproduktiv für den Einkaufsstandort. An anderer Stelle wäre das aber vorstellbar.“
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2 Kommentare
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Mirko Haas aus Harburg | 29.05.2013 | 11:15  
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Manfred Hagel aus Harburg | 12.06.2013 | 22:23  
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