Internationaler Tag der Menschenrechte … auch in Harburg!

Die Arbeit der Süderelbe-Ortsgruppe von Amnesty International.

Nikolaustag. Eigentlich ein Tag, an dem man mit der Familie Zeit verbringt, die ersten Geschenke verteilt oder die nächsten für Weihnachten kauft. Doch einige Menschen machen sich auf, um in der harburger Innenstadt über das Thema Menschenrechte zu informieren.

Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die UN Vollversammlung ein geschichtsträchtiges Dokument: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Es war das erste Mal in der Menschheitsgeschichte, dass sich alle Völker der Welt auf eine Charta einigten, die jedem Menschen, egal welcher Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, Überzeugung oder Herkunft grundlegende Rechte zugestehen. Rechte, die aber auch in unseren modernen Zeiten immer wieder verletzt werden. Um Opfer von Folter, unfairen Gerichtsverfahren, zum Tode Verurteilten oder Flüchtlingen eine Stimme zu geben und auf ihre jeweiligen Situationen aufmerksam zu machen, wurde 1961 AMNESTY INTERNATIONAL (AI) gegründet. Seitdem arbeiten bei der Nicht-Regierungs-Organisation weltweit ca. 3 Millionen Menschen (überwiegend ehrenamtlich) an der globalen Umsetzung der damals beschlossenen Menschenrechtscharta. Dessen Gründungstag wird jedes Jahr am 10. Dezember als „Internationaler Tag der Menschenrechte“ gefeiert - auch in Harburg!

Als eine der bundesweit ca. 600 lokalen Gruppen treffen sich in der AI Gruppe Harburg monatlich ca. 12 Menschen unterschiedlichen Alters, um Aktionen zu planen, die auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen sollen. Neben Eilaktionen, sogenannten urgent actions, bei denen global innerhalb weniger Tage abertausende von Briefen geschrieben werden, um Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen, arbeiten die Mitglieder auch an einem langfristigen Fall. Dabei handelt es sich um mehrere Roma-Familien, die in Rumänien gegen ihren Willen zwangsumgesiedelt wurden. Mit Briefen an die Regionalregierung oder andere staatlichen Behörden wird versucht, auf die Problematik hinzudeuten, eine angemessene finanzielle und eine wohnräumliche Entschädigung zu fordern. Dabei versucht man auch Kontakt mit den betroffenen Familien zu erhalten, um Ihnen Mut zu machen, denn: Sie sind nicht alleine, solange es Menschen gibt, die nicht wegschauen und auf das ihnen widerfahrene Unrecht aufmerksam machen.
Man muss jedoch kein Mitglied sein, um für die Ideale der Menschenrechtserklärung einzustehen.

Neben Unterschriftenaktionen und Online-Petitionen, findet weiterhin gerade der „Briefmarathon“ statt. Dabei werden bis zum 17. Dezember Millionen von Briefe geschrieben, um zu verhindern, dass Opfer von Menschenrechtsverletzungen vergessen werden. Unter den 6 vorgeschlagenen Personen befindet sich beispielsweise auch Chelsea Manning, die wegen der Weitergabe von für die USA belastende Informationen an die Enthüllungsplattform Wikileaks zu 35 Jahren Haft verurteilt wurde. Sie wurde mehrmals Gefängnis Opfer von erniedrigenden Verhörmethoden, die man mit Folter beschreiben könnte.

Machen Sie es der Amnesty Gruppe und den vielen harburger Passanten nach, die am Nikolaustag an der Aktion teilnahmen. Schreiben Sie bis zum 17. Dezember für Frau Manning und alle anderen Menschen einen Brief gegen das Vergessen. Informationen finden Sie unter: www.amnesty.de
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