Ins Wasser gefallen

Harburgs Kinder hatten großen Spaß daran, das Lebkuchenhaus auf dem Weihnachtsmarkt zu verzieren. Foto: Rehberg
SABINE LANGNER, HARBURG
Regen, Regen und noch mehr Regen: Der diesjährige Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt ist im wahrsten Sinne des Wortes weitgehend ins Wasser gefallen. „Dabei hatten wir das beste Eröffnungswochenende aller Zeiten“, sagt Organisatorin Anne Rehberg frustriert. „Aber bei diesem Wetter hat ja kaum jemand Lust, vor die Tür zu gehen. Da geht es uns in Harburg nicht anders als den Weihnachtsmärkten in der Hamburger Innenstadt.“

Doch trotz der widrigen Umstände sind zumindest zwei neue Marktbeschicker so zufrieden, dass sie sich schon gleich für das kommende Jahr angemeldet haben. Matthias Klettke will auf jeden Fall weitermachen. „Ich war sonst mit meinen gebratenen Champignons und dem Giros eher auf kleineren Märkten. Dies ist zum ersten Mal einer, der über vier Wochen geht und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden.“ Auch Ruth Brodka mit ihren Wild- und Heidespezialitäten lässt sich von dem Wetter nicht die Laune verderben. „Es läuft hier super“ sagt sie. Diese Begeisterung teilen nicht alle Kollegen. Gähnende Leere bei Pizza und Fellwesten, Frust beim Karrussel und bei Zuckerwatte.

Dabei haben die Veranstalter beim Rahmenprogramm nichts ausgelassen. Der Turmbläser, der jeden Abend um 18 Uhr aus den hell erleuchteten Fenstern des Rathauses Trompete spielt, sorgt zuverlässig für Gänsehaut. Kindern, die mit Karussellfahrten, heißem Kakao und gefüllten Nikolausstiefeln beschenkt wurden, machte das Wetter überhaupt nichts aus. Großen Anklang fand auch das Schmücken des Lebkuchenhauses. Gebaut haben das Holzhäuschen Heiner und Kai Conrad. Die Lebkuchenplatten spendierte das Elbe Wochenblatt. Aber auch hier forderte das Wetter seinen Tribut. Nach einer Woche Dauerfeuchtigkeit weichten die Lebkuchenplatten trotz Zelt einfach auf. „Nächstes Jahr stellen wir das Häuschen in ein Pagodenzelt“, verspricht Anne Rehberg. „Dann bleibt es sicher länger stehen.“

Überhaupt sind die Pläne für 2012 schon jetzt in der Tasche. Wurden in diesem Jahr neue Torbögen angeschafft, sind nächstes Jahr die Planen an der Umzäunung fällig. „Wir brauchen von hinten einen Sichtschutz“, erklärt Anne Rehberg. „Kabel, parkende Autos und Kisten mit Nachschub sind kein so schöner Anblick. Dann doch lieber ein Zaun, der dies verdeckt.“
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