InnoGames verlässt Channel Harburg

Onlinespiele-Entwickler hat mit seinen 300 Mitarbeitern
größere Büros in Hamburgs City Süd bezogen

Jahrelang hat die Firma InnoGames im Harburger Binnenhafen sehr erfolgreich Onlinespiele entwickelt. Jetzt hat das Unternehmen seinen Firmensitz aus dem Channel Harburg in die Friesenstraße in der Hamburger City Süd verlegt. „Unser neues Büro bietet unseren Mitarbeitern nicht nur moderne Arbeitsplätze auf 6.600 Quadratmetern, sondern InnoGames auch eine gute Grundlage für unser zukünftiges Wachstum", erklärt InnoGames-Geschäftsführer Michael Zillmer. An der Harburger Schloßstraße hatte die Firma auf rund 3.500 Quadratmetern Bürofläche residiert.
War die Abwanderung nicht zu verhindern? 2011 hatten Vertreter des Bezirksamts InnoGames besucht. „Seitdem ist die Firma nicht wieder mit der bezirklichen Wirtschaftsförderung in Kontakt getreten“, stellte Bezirksamtsleiter Thomas Völsch in einer Antwort auf eine CDU-Anfrage klar. „Die Suche nach neuen Betriebsräumen war damals kein Thema.“ Die Harburger Verwaltung
wusste demnach nichts von den Verlagerungsplänen.
„Wir hatten bei der Suche nach einem neuen Büro die gesamte Zeit über Kontakt mit der Wirtschaftsförderung Hamburg. In erster Linie verstehen wir uns schlichtweg als Hamburger, deshalb war die Wirtschaftsförderung Hamburg auch der für uns beste Ansprechpartner“, erläutert InnoGames-Sprecher Dennis Heinert. „Mit dem Bezirksamt oder der Wirtschaftsförderung in Harburg hatten wir daher bezüglich einer neuen Immobilie keinen Kontakt.“
Allerdings sei der Umzug in die City Süd „keine Entscheidung gegen Harburg“. Dennis Heinert: „Auch ein Verbleib im Channel wurde selbstverständlich geprüft und diskutiert. Schließlich hat das Gesamtpaket den Ausschlag für die Immobilie in der Friesenstraße, City Süd, gegeben. Eine politische Aussage steckt da aber nicht drin.“


Mit 120 Millionen registrierten Mitspielern gehört InnoGames zu den weltweit führenden Entwicklern und Publishern von Onlinespielen für den Browser und mobile Geräte. Zu den erfolgreichsten Spielen zählen Tribal Wars (Deutsch: Die Stämme), Grepolis und Forge of Empires.
Am neuen Standort soll die Mitarbeiterzahl bis Jahresende von 300 auf 400 aufgestockt werden.
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