Im Hochzeitssaal darf wieder gefeiert werden

Mängel behoben: Das Platinum Event Center in der Lauterbachstraße hat wieder geöffnet. Foto: oz

Grünes Licht von der Verwaltung - Ex-Bezirksamtsleiter Ulrich weist
Vorwurf der unerlaubten Einmischung zurück

Nächste Runde im Skandal um das Veranstaltungszentrum an der Lauterbachstraße. Nach den Plänen der Betreiber sollen hier insbesondere muslimische Mitbürger Hochzeiten feiern. Beim Genehmigungsverfahren ließ Ex-Bezirksamtsleiter Michael Ulrich (SPD) als Berater seine Kontakte zur Harburger Verwaltung spielen. Im
Wochenblatt-Interview weist Michael Ulrich den Vorwurf unerlaubter Einflussnahme jedoch zurück.
Das Handeln der Harburger Verwaltung gibt weiterhin Rätsel auf. Am 27. November wurde der Betrieb des Hochzeitssaales unter Auflagen gestattet, mehrere Veranstaltungen fanden statt. Anfang Januar informierten Polizei und Feuerwehr mehrfach über Mängel beim Brandschutz. Aber erst vier Wochen später wurde der Hochzeitssaal dichtgemacht.
Inzwischen darf an der Lauterbachstraße 1 wieder gefeiert werden. Der Betreiber des Hochzeitssaales, die Platinum Event Center UG & Co. KG, hat die kritisierten Mängel behoben und einen großen Teil der Auflagen erfüllt. Deswegen wurde die „Nutzungsuntersagung aufgehoben“, teilte das Bezirksamt mit.
Alkohol darf nicht ausgeschenkt werden, hierfür fehlt die erforderliche Genehmigung noch.

Das sagt Michael Ulrich

EW: Herr Ulrich, Ihr Name taucht in den Bauakten „Hochzeitssaal Lauterbachstraße“ mehrfach auf. Warum?
Michael Ulrich: Ich habe Martin Celik (damals: Geschäftsführer Platinum Event Center, d. Red.) privat und unentgeltlich unterstützt. Ich hatte und habe keine Vertragsbeziehung zum Platinum Event Center. Bei der Genehmigung ist nichts gemauschelt worden. Zur Leitungsebene im Baudezernat hatte ich keinen Kontakt.

EW: Waren Sie bevollmächtigt, für Martin Celik beziehungsweise für das Platinum Event Center Gespräche zu führen?
Michael Ulrich: Eine Vollmacht ist bei privater Unterstützung nicht erforderlich. Einen Bekannten bei Behördenangelegenheiten zu unterstützen, ist in Deutschland ja nicht verboten.
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