Im Dezember soll die „Elbfähre“ anlegen

In dem ehemaligen Zollhaus an der Heimfelder Straße 30 wird heftig gearbeitet. Im Dezember soll hier ein Wohnhaus für Menschen mit psychischen Erkrankungen öffnen. Foto: sl

Aus altem Zollhaus wird Wohneinrichtung für psychisch Kranke

Von Sabine Langner.
In dem ehemaligen Zollgebäude an der Heimfelder Straße – direkt neben dem Pflegeheim an der Rennkoppel – tut sich was: Es wird zu einem Wohnhaus umgebaut. Wenn alles klappt, wird im Dezember der Verein „Die Fähre e.V.“ hier eine Wohneinrichtung eröffnen, in der Menschen mit psychischen Erkrankungen vorübergehend leben können. „Die Elbfähre“, wie das Haus heißen wird, ist im Moment noch in den Händen von Handwerkern. Das Hamburger Architekturbüro Dohse, das die Planung übernommen hat, geht von rund 233.000 Euro Baukosten aus.
Wie viele Menschen hier einziehen, wer die Kosten übernimmt, Menschen mit welchen Erkrankungen hier einziehen werden:  Diese Fragen möchte Geschäftsführer Harald Langhoff zur Zeit nicht beantworten. „Wir haben einen Bauantrag gestellt, aber mehr möchte ich im Moment noch nicht sagen, weil wir die Harburger Verwaltung nicht vor den Kopf stoßen wollen", begründet Harald Langhoff sein Schweigen.
Eine solche Einrichtung ist offenbar dringend notwendig: Auf Behandlungsstunden bei niedergelassenen Psychologen warten Patienten bis zu sechs Monate. Nicht besser sieht es aus in den Kliniken, die stationäre Behandlungen anbieten. Und auch Wohnprojekte platzen aus allen Nähten.
Aber auch in der „Elbfähre“ werden kurzfristig keine freien Plätze verfügbar sein. Die Wartezeit beträgt drei bis sechs Monate.
„Die Fähre e.V.“ ist ein Verein, der 1972 aus einer Initiative von Ärzten der Ochsenzoller Psychiatrie und der Hamburger Sozialbehörde entstand. Momentan betreibt die Fähre ein betreutes Wohnhaus mit Platz für 15 Menschen und mehrere betreute Wohngemeinschaften in Hamburg. „Das Angebot richtet sich an Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die sich im geschützten Rahmen stabilisieren und auf selbständiges Leben vorbereiten wollen“, heißt es auf der Internetseite.
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