Hundehasser in der Marienstraße?

Andreas Schweda hat Angst um seine Hunde, nachdem jemand gefährliche Köder auslegt und Fotos von toten Hunden in den Briefkasten steckt. Foto: sl

Harburger Dackelbesitzer wird mit Bildern von toten Hunden terrorisiert - außerdem werden gefährliche Köder ausgelegt

Andreas Schweda ist verzweifelt. Seit einem guten Jahr macht ihm ein Hundehasser das Leben schwer. „Immer wieder finde ich in der Marienstraße und auf dem Weg zur Hundewiese am Hastedtplatz lebensgefährliche Köder“, sagt der Halter von drei kleinen Dackeldamen. „Mal ist es eine Scheibe Toast mit Wurst und Glasscherben, mal ist es eine Frikadelle mit Angelhaken.“
Gleichzeitig bekommen Andreas Schweda und seine Freundin regelmäßig fürchterliche Post. Anonym wirft jemand Bilder von abgetrennten Schäferhundköpfen, verendeten Hunden und blutigen Hunderesten in den Briefkasten. „Meine Freundin ist schon so verzweifelt, dass sie gar nicht mehr an den Briefkasten gehen mag“, berichtet Andreas Schweda. „Gerade gestern lag wieder ein Foto von einer Spritze im Kasten.“ Manchmal würden auch die Türschlösser oder Türgriffe mit Exkrementen beschmiert. „Wer macht denn sowas?“, fragt sich der 47-Jährige. „Wir tun niemandem etwas zu leide und auch unsere Hunde werden von allen Menschen in der Nachbarschaft geliebt. Sie bellen kaum und für ihre Hinterlassenschaften habe ich immer Beutel dabei. Wir wollen doch einfach nur gern in Ruhe leben und in Ruhe mit unseren Hunden spazieren gehen.“
Die Polizei nimmt die Vorwürfe sehr ernst. Ein Mitarbeiter des PK 46 erklärt: „Das Auslegen von gefährlichen Ködern ist schon eine Straftat. Und auch die Bilder mit den toten Tieren sind nicht in Ordnung. Da muss man sich ja fragen, wo solche Bilder herkommen und ob jemand diese Tiere getötet hat. Das sind beides gute Gründe, Ermittlungen aufzunehmen. Wenn Herr Schweda die Köder noch hat, dann lassen wir sie in jedem Fall untersuchen.“
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Fraeulein B aus Marmstorf | 12.05.2012 | 00:18  
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