Höher und moderner: Die Harburger Hafenschleuse wird erneuert

Den Startschuss für die Bauarbeiten an der Harburger Hafenschleuse gaben Arne Weber (von links, HC Hagemann), Dirk Busjaeger (Aug. Prien), Karlheinz Pröpping (HPA) und Dr. Manfred Schuldt (Umweltbehörde). Foto:ast

Im Herbst 2013 sollen die Arbeiten fertig sein -
dann ist auch die letzte Lücke im Deichbau geschlossen

ANDREA STEIN. HARBURG:
Nun geht es doch endlich los: An der Harburger Schleuse, der immerhin größten Hafenschleuse Hamburgs, haben die Bauarbeiten begonnen. Im Rahmen des Hochwasserschutzprogramms soll das Bauwerk von derzeit 7,20 auf 8,40 Meter erhöht werden und gleichzeitig auch auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Voraussichtlich im Herbst 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Durchschnittlich 700 Schiffe passieren im Monat das 1880 errichtete Bauwerk im Hafenbezirk. Hier werden jedoch nicht nur Schiffe auf dem Weg von der Süderelbe in den Harburger Verkehrshafen - und umgekehrt - geschleust. Die Anlage übernimmt vor allem eine wichtige Funktion im Hochwasserschutz. „Mit der Schleuse schliessen wir die letzte Lücke im Hamburger Deichbau“, sagte Dr. Manfred Schuldt (Umweltbehörde).
Um die 100 Kilometer Hochwasserschutzlinie auf 7,50 bis 8,50 Meter zu erhöhen, wurden in den letzten Jahrzehnten bereits über 700 Millionen Euro investiert. Wichtig für Hamburg, denn 45 Prozent des Stadtgebietes liegen unterhalb Normalnull. „325.000 Menschen leben in diesem Gebiet“, so Schuldt.
Die Hamburg Port Authority (HPA) wird zunächst das Betriebsgebäude umbauen und mit Gründungsarbeiten beginnen. Es folgen die Schleusen- und Torkammern sowie die Schleusentore. Außerdem werden die Torlaufschienen erneuert und ein neuer Steuerstand in das neue Betriebsgebäude integriert. Rund 8 Millionen Euro wird die Baumaßnahme insgesamt kosten.
Beauftragt mit den Arbeiten sind zwei mittelständische Hamburger Firmen - mit Sitz im Harburger Binnenhafen: Die Firmen Aug. Prien und HC Hagemann. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass die ursprünglich geplanten zwei Sperrzeiten auf eine verkürzt wurden: Verschiedene Bauphasen wurden so optimiert, dass die Vollsperrung der Schleuse nun lediglich in der Zeit von April bis Mai 2013 nötig ist.
Während einer weiteren Sperrung im Juli 2013 wird der Schleusenbetrieb in den Nachtzeiten zwischen 20 und 7 Uhr ermöglicht.
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