Höher, breiter, tiefer!

Geschäftsführer Zebu Kluth, die stellvertretende Intendantin Nuca Selbuz und Intendant Axel Schneider (v.l.) sind begeistert, nach dem Umbau pünktlich das Harburger Theater eröffnen zu können. Foto: sl

Harburger Theater hat nach dem Umbau eine der größten Privatbühnen Hamburgs

Von Sabine Langner.
Rund drei Millionen Euro hatte die Kulturbehörde für die umfangreichen Bauarbeiten des Harburger Theaters bereit gestellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Bühne misst jetzt in der Tiefe 14 statt wie vorher sieben Meter. Auch in der Höhe sind 2,30 Meter dazu gekommen. „Harburg hat damit eine der größten Bühnen als Privattheater in Hamburg", erklärt der technische Leiter Andreas Meyer-Delius.
Was die Theatermacher zu geradezu euphorischer Schwärmerei bringt, ist allerdings das, was die Zuschauer nicht sehen. Ab sofort hat das Theater im Keller geräumige Garderoben für die Schauspieler. Es gibt einen Lastenaufzug, der die schweren Kulissen ruckzuck vom Parkplatz auf die Bühne befördert. Acht elektronisch steuerbare Züge für Scheinwerfer machen ganz neue Lichterfahrungen möglich. Neu ist eine Seitenbühne mit einer kleinen Garage für den Flügel. „Früher mussten wir immer die gesamte Bühne abräumen, damit wir den Flügel aufstellen konnten", erinnert sich Intendant Axel Schneider. „Heute wird der einfach nur von der Seitenbühne auf die Hauptbühne gerollt."
Auch die Technik hat ein neues Zuhause bekommen. Mussten die Licht- und Tontechniker bisher direkt neben den Zuschauern arbeiten, haben sie jetzt an der Rückwand des Theaters ein nagelneues so genanntes Stellwerk bekommen. „Ich habe schon eine ganze Menge Theaterumbauten begleitet", freut sich die stellvertretende Intendantin Nuca Selbuz, „und ich habe gedacht, wenn wir 50 Prozent unserer Wünsche erfüllen können, dann sind wir gut. Aber hier habe wir alles. Und dann sind die Handwerker auch noch pünktlich fertig geworden."
Neben der Freude über die schöne neue Arbeitsatmosphäre hat die neue Bühne auch ganz praktische Vorteile. „Wir können jetzt in Harburg auch endlich alle Stücke spielen, für die die Bühne bisher schlicht zu klein war", sagt Axel Schneider.

Michel aus
Lönneberga
Am 30. November hat im Harburger Theater „Michel aus Lönneberga“ Premiere. Das Stück nach dem Buch von Astrid Lindgren ist geeignet für Kinder ab fünf Jahren. Karten zum Preis von 8 bis 14 Euro gibt es an Abendkasse oder im Vorverkauf an jeder Theaterkasse.
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