Hilfe für Mütter - aber nur noch ein Jahr !

Nurhan Akin (l.), eine der Gründermütter der Spielplatzgruppe, und Kinderpflegerin Melanie Prank betreuen den Nachwuchs liebevoll. Foto: chko

Heimfeld: „Spielplatzgruppe“ steht ab 2014 vor dem Aus -
20.000 Euro fehlen - Sponsoren gesucht

Von Christine Koch. HARBURG.
Der Bezirk Harburg hat den Rotstift angesetzt. Auch die „Spielplatzgruppe Heimfeld“ ist betroffen. Ab 2014 gibt’s kein Geld mehr. Ohne Sponsoren droht das Aus.
Hintergrund: 1998 trafen sich einige Mütter regelmäßig mit ihren Kindern auf dem Spielplatz hinter dem Treffpunkthaus Heimfeld. Ganz spontan beschlossen sie, einander zu helfen, indem sie die Betreuung der Kinder reihum übernahmen. So erhielt jede Mutter ein paar Stunden freie Zeit in der Woche.
Doch was unternimmt man, wenn das Wetter zu schlecht ist? Die Lösung war schnell gefunden, denn eine Anfrage beim Stadtteilbüro ergab: Alle dürfen ins Treffpunkthaus. Was als kleiner Freundschaftsdienst begann, fand großen Anklang.
Mit dem Anwachsen der Kinderschar traten aber auch Probleme deutlicher in den Vordergrund: Überlastung der Mütter, Sprachbarrieren, schwierige Kinder, Isolation. Britta Blinkmann, Leiterin des Treffpunkthauses, erkannte die besorgniserregende Situation: „Ich habe mich an den Bezirk gewandt und hatte Erfolg.“
Kinderpflegerin Melanie Prank wurde 2007 für 14 Stunden pro Woche eingestellt. Die Kosten übernahm der Bezirk. Doch jetzt naht das Ende. Ab 2014 gibt’s kein Geld mehr, der Bezirk hat den Rotstift angesetzt. Krippenplätze sollen den Bedarf decken.
Kann das Leben wirklich so einfach sein - Krippenplätze und alles ist gut? Die Familien in Heimfeld verlieren viel mehr als ein Betreuungsangebot für Kinder zwischen eineinhalb und drei Jahren. Bislang trauen sich Mütter, trotz mangelnder Deutschkenntnisse und Unvertrautheit mit der deutschen Lebensart, die Spielplatzgruppe aufzusuchen. Hier lernen sie Angebote wie Erziehungsberatung, Mütterberatung durch die Gesundheitsärztin oder Familienlotsen kennen. „Diese Empfehlungen werden von den Müttern aber oft nur angenommen, weil wir in der Spielplatzgruppe einen Vertrauensvorschuss erarbeiten“, weiß Melanie Prank.
Der Magaretenhort, Träger des Treffpunkthauses, kann die Finanzierung der Spielgruppe nicht leisten. Für 2014 werden 20.000 Euro benötigt. Sponsoren, bitte melden !
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2 Kommentare
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Manfred Hagel aus Harburg | 17.11.2012 | 00:09  
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Sebastian Jiske aus Heimfeld | 18.11.2012 | 16:57  
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