"Hier wohnt viel Geld neben wenig Geld"

Enke Reuter liebt den Stadtteil Heimfeld. Foto: sl

Serie: Harburger kommen zu Wort. Heute: Enke Reuter

Harburg, das ist für Enke Reuter eine zwiegespaltene Angelegenheit. Da gibt es einerseits Heimfeld, der Stadtteil, in dem die 39-Jährige aufgewachsen ist. „Heimfeld ist toll“, ist die Mutter einer kleinen Tochter überzeugt. Einerseits seien es die Nähe zur Haake und gleichzeitig die Nähe zur S-Bahn, die den Stadtteil so attraktiv machten.
Gleichzeitig gäbe es hier eine fabelhafte Durchmischung. „Hier wohnt viel Geld neben wenig Geld genauso selbstverständlich wie alte und junge Menschen“, sagt sie. „Auch das Zusammenleben der vielen Kulturen klappt hier super. Toll finde ich auch, dass sich hier über viele Jahre und Jahrzehnte so viele kleine Läden halten konnten und dass mit dem Café in der Wattenbergstraße auch neue Ideen Platz finden.“
Harburg als Ganzes hat sich aber schon ziemlich verändert, sagt Enke Reuter, die mit ihrem Mann eine Reinigung betreibt. „Früher war die Lüneburger Straße viel schöner. Die vielen Läden lockten zu einem Bummel. Heute sind die guten Läden alle im Phoenix-Center und dort gehe ich nicht gern einkaufen. Das ist mir viel zu groß. Ich mag es beim Bummeln ab und zu auch mal frische Luft zu schnappen.“
Großartig sei allerdings nach wie vor der Markt. Dort gäbe es ein prima Angebot und die Beständigkeit, mit der viele Händler hier auch schon seit Jahrzehnten ihren Stand hätten, würden ein ganz heimeliges Gefühl vermitteln.
Enke Reuter bedauert die Entwicklung der Harburger Innenstadt sehr. „Ich kenne viele Menschen, die zum Einkaufen lieber nach Lüneburg oder Wissen fahren. Wie schade, denn in meiner Jugend war Harburg eigentlich eine gute Adresse.“
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