Hier wird spielend gelernt

Lehrerin Nadin Drews hilft bei schwierigen Konstruktionen. Foto: chko

Offene Ganztagschule Scheeßeler Kehre bietet ihren Schülern ein „Spielezimmer“

Von Christine Koch.
Das „Spielezimmer“ sieht gar nicht nach Schule aus. Hier kann man im Kaufmannsladen „arbeiten“, mit Technikbau-
kästen Figuren entwerfen oder einfach eine Runde Mensch-Ärgere-Dich-Nicht spielen. Zu finden ist dieses Spieleparadies in der (offenen Ganztags-)Schule Scheeßeler Kehre. Die Erst- bis Viertklässler haben jetzt neben Nachmittagskursen wie Chor, Basteln und Gestalten, Karate, Yoga, verschiedenen Ballspielen und Schach ein weiteres attraktives Angebot.
Die Anregung zur Einrichtung eines „Spielezimmers“ erhielt Schulleiterin Helga Kedenburg im Internet: „Das TransferZentrum für Neurowissenschaften und der Frankfurter Verein `Mehr Zeit für Kinder` hatten einen Wettbewerb ausgeschrieben.“ Die Schule Scheeßeler Kehre bewarb sich, überzeugte - und gehört jetzt zu einer der bundesweit 200 Gewinnerschulen.
Ein Pavillon, der nach dem Anbau nicht mehr als Schulraum genutzt wurde, bekam ein neues Outfit. Ausgestattet mit Teppichen, passenden Möbeln und die Ordnung fördernden Boxen lädt das Zimmer zum Verweilen ein. Eltern halfen bei der Einrichtung: laminierten Spielanleitungen, bauten Ritterburg, Bauern- und Pferdehof auf und richteten den Kaufmannsladen ein.
Genutzt wird der jedes Kinderherz erfreuende Raum nicht nur während der Früh- und Nachmittagsbetreuung. Jede Klasse erhält wöchentlich Gelegenheit, das Spielparadies, während der sogenannten Klassenlehrerstunden, aufzusuchen. Lehrerin Nadin Drews ist begeistert: „Die Kinder merken gar nicht, dass sie auch hier lernen. Alle reden ganz viel miteinander, helfen sich gegenseitig bei Problemen und spielen mit Klassenkameraden, die sie sonst auf dem Schulhof nicht beachten würden“.
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