Helms-Museum: Endlich wieder Herr im eigenen Haus

„Jetzt sind wir wieder unser eigener Herr und können über unsere Geschicke selbst bestimmen“, freut sich Rainer-Maria Weiss (Direktor des Helms-Museums). (Foto: Foto: Helms-Museum)

SPD für Herauslösung aus der Stiftung "Historische Museen Hamburg"

Das Helms-Museum soll wieder eigenständig werden. Die SPD möchte das Harburger Museum sowie das Bergedorfer Museum aus der Stiftung „Historische Museen Hamburg“ herauslösen. „Eine riesen Sache für Harburg“, findet der Harburger Bürgerschaftsabgeordnete Thomas Völsch (SPD), „dafür haben wir lange gearbeitet.“ Für Museums-Direktor Rainer-Maria Weiss geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: „Damit werden wir wieder unser eigener Herr.“
Seit 2008 sind die vier Stadt- und Kulturgeschichtlichen Museen Hamburgs, das Altonaer Museum, das Helms-Museum, das Museum der Arbeit und das Museum für Hamburgische Geschichte, in der Stiftung „Historische Museen Hamburg“ zusammengefasst.
Warum ist die geplante Herauslösung gut für das Helms-Museum? „Wir hatten eine deutliche Sonderrolle, die uns zu einem Fremdkörper machte. Es gab immer Probleme bei Abstimmungen, der Sonderbereich Bodendenkmalpflege drohte völlig unterzugehen“, urteilt Rainer-Maria Weiss. „Jetzt können wir über unsere Geschicke wieder selbst bestimmen.“
Mehr Geld soll das Helms-Museum nicht erhalten. Rainer-Maria Weiss: „Das würde ich auch nie wollen. Wir möchten nur das, was wir vor der Einverleibung in den Verbund hatten. Bislang mussten wir die Schulden der anderen Häuser mittragen. Wir hatten immer einen Überschuss erwirtschaftet.“
Mit der demnächst gewonnenen Eigenständigkeit sieht Weiss sein Museum gut aufgestellt. „Unser Publikum ist das jüngste aller Hamburger Museen.“
Die Selbstständigkeit des Helms-Museums stößt aber nicht nur auf Zustimmung. „Die Herauslösung einzelner Stand-orte aus dem Verbund halte ich aus inhaltlicher, organisatorischer und finanzieller Sicht für nicht sinnvoll. Sie ist in meinen Augen der Anfang vom Ende der Stiftung Historische Museen Hamburg“, kommentierte Stiftungsvorstand Kirsten Baumann - und kündigte ihr Ausscheiden aus diesem Amt zum Jahresende an.

Das Helms-Museum hat sich in seiner über 100jährigen Geschichte vom Historischen Museum für die Stadt Harburg zum Archäologischen Landesmuseum der Freien und Hansestadt Hamburg entwickelt. 1987 wurde die staatliche Bodendenkmalpflege Hamburg als Abteilung ins Helms-Museum eingegliedert. Das Helms-Museum ist auch der Sitz der Landesarchäologie Hamburgs sowie der Kreisarchäologie Harburgs.
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Herzog Otto aus Harburg | 06.10.2011 | 14:21  
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