Helms-Museum bald wieder „frei“

Seit Ende Juni haben sich bereits 20.000 Besucher auf die „Lego-Zeitreise“ begeben. Foto: Helms-Museum

Anfang 2013 kommt die lang ersehnte Herauslösung aus der Stiftung Historische Museen Hamburg

Das Helms-Museum wird wieder selbstständig. Ab 2013 werden das Harburger Museum sowie das Museum für Bergedorf aus der Stiftung „Historische Museen Hamburg“ herausgelöst. Die Kosten der Ausgliederungen, in den nächsten zwei Jahren 316.000 Euro, übernimmt die Kulturbehörde. In Harburg hatten sich Kommunalpolitik, Verwaltung und Museums-Direktor Rainer Maria Weiss immer wieder für eine Eigenständigkeit des Helms-Museums ausgesprochen.
2008 waren das Museum für Hamburgische Geschichte, das Museum der Arbeit, das Altonaer Museum, das Helms-Museum und das Museum für Bergedorf unter einem gemeinsamen (Stiftungs-)Dach zusammengefasst wordem. „Bisher hat jedes Museum sein eigenes Süppchen gekocht. Es gab keine
Absprachen“, hatte der damalige Kulturbehörden-Sprecher Björn Marzahn begründet.
In Harburg war die neue Organisationsform von Beginn an heftig kritisiert worden. Mehrfach hatte sich die Bezirksversammlung für eine Herauslösung des Helms-Museums aus der Stiftung eingesetzt. Jetzt erfüllte der SPD-Senat diesen Wunsch.
Warum wird’s jetzt besser? „Wir können eigenständig wirtschaftliche Entscheidungen treffen und schneller reagieren“, begründet Beate Trede, Sprecherin des Helms-Museums. „Wir haben nie in diese Stiftung hineingepasst, es gab nie Synergien.“
Gibt’s für ein selbstständiges Helms-Museum auch mehr Geld? Beate Trede: „Wahrscheinlich bekommen wir soviel wie in den letzten Jahren, rund 2,2 Millionen Euro. Damit können wir sehr gut wirtschaften.“
Für die Zukunft sieht sich das Helms-Museum gut aufgestellt. „Unsere Ausrichtung auf Familien und Kinder ist sehr gut angekommen. Dazwischen setzen wird immer wieder Kontrapunkte mit archäologischen Fachausstellungen“, erläutert die Museums-Sprecherin.


Das Helms-Museum hat drei große Aufgabenbereiche: „Bodendenkmalpflege der Stadt Hamburg und des Landkreises Harburg“, „Archäologisches Landesmuseum Hamburg“ sowie „Stadtmuseum Harburg“. Derzeit sind im Museum rund 33 Mitarbeiter beschäftigt. „Das ist im Laufe der Jahre weniger geworden“, sagt Museums-Sprecherin Beate Trede, „nicht alle Posten wurden nachbesetzt.“ In der Vergangenheit kamen meist etwa 40.000 Besucher pro Jahr. 2012 werden es wesentlich mehr sein. Beate Trede: „Wir rechnen mit 60.000.“ Verantwortlich für den großen Andrang sind zwei besonders attraktive Familien-Ausstellungen: „Eiszeit“ und „Lego Zeitreise“. oz
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