Harburger Busbahnhof soll größer werden

Der Harburger Busbahnhof muss dringend modernisiert werden. Foto: sl

Planungen laufen – Ende 2014 soll alles anders sein

SABINE LANGNER, HARBURG
Der Harburger Busbahnhof platzt aus allen Nähten. Rund 30.000 Fahrgäste steigen hier jeden Tag ein und aus – Tendenz steigend. Bewältigt wird dieser Ansturm von 1850 Bussen, die den Bahnhof täglich aus allen Himmelsrichtungen ansteuern. In den Hauptverkehrszeiten sind das 170 Busse pro Stunde. Geregelt wird die An- und Abfahrt der Busse durch die Einteilung in verschiedene Abfahrtsbereiche. Doch genau da hakt sie Sache oft. Während der Bereich für die Busse in Richtung Marmstorf noch relativ entspannt ist, ist der Bereich E, in dem die Fahrgäste Richtung Wilstorf fahren vor allem in den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags hoffnungslos überfüllt.

„Schon jetzt treten in den Hauptverkehrszeiten bei der Abfahrt teilweise Verzögerungen auf, da die Abfahrtsbereiche teilweise überlastet sind“, regt sich der CDU-Abgeordnete Martin Hoschüzky auf. „Die Kapazitätsgrenze ist erreicht.“ Wie auch die FDP-Fraktion fordert die CDU daher eine Erweiterung des Bahnhofes und rennt damit bei der Hamburger Hochbahn offene Türen ein. „Momentan funktioniert das System noch einwandfrei“, sagt Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum. „Aber wir sehen auch, dass der Bedarf wächst. Und wenn wir nichts tun, dann wird es in der Tat knapp.“

Daher hat die Hochbahn jetzt ein Expertenteam zusammengerufen, das prüfen soll, ob und wie mehr Busse eingesetzt werden können. Gleichzeitig wird darüber nachgedacht, ob man das Liniennetz umstrukturieren und erweitern könnte. Ein Beispiel für die Erweiterung der Linien könnte der Harburger Binnenhafen sein. Der ist, was die Anbindung an das öffentliche Verkehrssystem angeht, ja immer noch ein Stiefkind. Es gibt zwar Busse, aber die Menschen, die hier arbeiten wäre begeistert, wenn die Busse öfter fahren würden.

Darüber hinaus prüft die Hochbahn, ob und wie man den Busbahnhof, der Anfang der 80er Jahre gebaut wurde, umgestalten könnte. „Wir gehen davon aus, dass wir im Frühjahr 2014 mit den Planungen fertig sein werden, so dass die Änderungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 umgesetzt werden können“, erläutert Christoph Kreienbaum weiter.
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