Harburg wird Rot-Schwarz

Gleich wird der Koalitionsvertrag 2014-2019 unterschrieben. Mit dabei: Rainer Bliefernicht, Uwe Schneider, Ralf-Dieter Fischer (alle CDU), Frank Richter, Jürgen Heimath, Ronja Schmager, Arend Wiese (alle SPD, v.l.). Nicht im Bild: André Trepoll (CDU). Foto: oz

Große Koalition steht – SPD und CDU haben Vertrag unterschrieben

Das ist einmalig in Hamburg. Nur im Bezirk Harburg gibt’s eine große Koalition aus SPD und CDU. „Vor 25 Jahren war das noch unvorstellbar“, kommentierte Harburgs SPD-Urgestein Harald Muras, „aber unter Angela Merkel hat sich die CDU verändert.“ Der zwischen SPD und CDU in monatelanger Arbeit ausgehandelte Vertrag umfasst 37 Seiten. Was steht drin? Eine kurze Auswahl:
- Das Wohnen in der Harburger Innenstadt soll gefördert werden. Sowohl durch die Umwandlung von Büros und Praxen als auch durch Neubau von Wohnungen.
- Die Spielplätze im Bezirk sollen modernisiert werden. Dafür wird ein hamburgweit einzigartiges Pilotprojekt gestartet. Der Senat hat seine Zusage dafür bereits erteilt.
- Die soziale Sportförderung von Sportvereinen wird ausgebaut.
- Auf dem Gelände der Röttiger-Kaserne sollen nicht 800, sondern maximal 690 Wohneinheiten entstehen.
- In Fischbek wird eine Feuerwache gebaut.
- Die Sportplätze Marienkä-ferweg und Wilstorfer Höh werden zu Kunstrasenplätzen umgebaut. Im Fischbeker Westen ist ein neuer Sportplatz vorgesehen.
Welche Partei hat im Koalitionsvertrag mehr unterbringen können? Als Gewinner fühlen sich sowohl SPD als auch CDU. Für die einen ist der Koalitionsvertrag ein „zutiefst sozialdemokratisches Papier“, für die anderen ein „zutiefst christdemokratisches Papier“.
SPD und CDU verfügen zusammen in der Bezirksversammlung über eine deutliche Mehrheit. Trotzdem ist die auf fünf Jahre angelegte Zusammenarbeit keine Herzensangelegenheit. Ralf-Dieter Fischer: „Nach den Regeln der Vernunft gab es keine Alternative.“
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