Harburg: Modellregion für Elektro-Fahrräder?

Die Grünen wollten über die Förderung des Radverkehrs im Bezirk Harburg diskutieren. Zwei der Referenten, Anjes Tjarks (r.) und Martin Bill, radeln auf dem Harburger Ring. Foto: pr

Grüne Ideen zum Thema „Fahrradstadt Harburg“

Von Andreas Göhring.
Sie meinen es wirklich ernst. Wenn es um den Umbau Hamburgs zur Fahrradstadt geht, müssen bei den Grünen alle ran: Auf Einladung des Harburger Bundestagsabgeordneten Manuel Sarrazin waren unter anderem Mathias Gastel (Verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion), Martin Bill (Verkehrspolitische Sprecher Bürgerschaftsfraktion) sowie die Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue ins Büro an der Schwarzenbergstraße gekommen. Ihr Thema: Wie kann der nicht motorisierte Verkehr in Harburg gestärkt werden?
Wer schon mal in Harburg mit dem Fahrrad unterwegs war, weiß, wo die Probleme liegen: Es gibt kaum durchgängige Radwege, immer wieder kommt es zwangsläufig zu lebensgefährlichen Begegnungen mit „stärkeren“ Verkehrsteilnehmern. Und: In Harburg gibt es kaum – vielleicht mit Ausnahme der großen Verkehrsadern wie B73 – flache Strecken, überall lauern schweißtreibende Steigungen.
Manuel Sarrazin sieht in den vielen Steigungen auch eine Chance: „Warum macht man Harburg nicht zur Modellregion für Elektro-Fahrräder?“ Da gäbe es im Umfeld einer Technischen Universität sicher viele Ideen – wie zum Beispiel die Entwicklung von Elektro-Lastenrädern für die Kurzstrecke.
Zunächst steht aber das „Bündnis für den Radverkehr“ auf der Tagesordnung. Es soll unter anderem den Ausbau von stadtteilübergreifenden Velorouten fördern. Anders als in der Bürgerschaft sind die Grünen in der Bezirksversammlung aber Opposition. Da wird so ein Bündnis nicht einfach durchgewinkt. Die GroKo aus SPD und CDU fühlt sich übergangen, weil erste Stellungnahmen des Bezirks nicht ausreichend gewürdigt worden seien. Fischer: „Vor allem sollen dem Bezirk mehr Geld und mehr Personal für die Umsetzung all der tollen Pläne zur Verfügung gestellt werden.“ Und selbstverständlich müsse die Bezirksversammlung in Konfliktfällen das letzte Wort haben.
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