Harburg bleibt rot

Arend Wiese begrüßt den neuen Harburger Bundestagsabgeordneten Metin Hakverdi (r.) auf der Harburger Wahlparty im SPD-Kreisbüro. Foto: mag

Bundestagswahl: Newcomer Metin Hakverdi (SPD)
gewinnt den Wahlkreis Harburg/Bergedorf

Harburg und Wilhelmsburg bleiben SPD-Hochburg. Das Ticket nach Berlin im Wahlkreis Harburg/Bergedorf holte sich Metin Hakverdi (SPD). Der Wilhelmsburger Jurist lag mit 40,4 Prozent der Stimmen deutlich vor CDU-Kandidatin Herlind Gundelach (35,6 Prozent). Hakverdi tritt die Nachfolge von Hans-Ulrich Klose (SPD) an, der seit 1983 regelmäßig Harburg als Wahlkreisabgeordneter im Bundestag vertreten hatte. Herlind Gundelach ergatterte über die CDU-Landesliste noch ein Bundestagsmandat. Auch der Heimfelder Manuel Sarrazin (Grüne) zieht über die Landesliste ins Parlament ein.
Organisatorische Pannen gab es im Wahlkreis Harburg/Bergedorf nicht. Trotzdem lag das Ergebnis (inklusive Volksentscheid) erst gegen 23.45 Uhr vor. „Wir waren aber nicht der letzte Bezirk, der fertig war“, kommentierte Kreiswahlleiter Dierk Trispel. „Bergedorf war am schnellsten.“
Ihr bestes Ergebnis im Bezirk Harburg erzielten die Sozialdemokraten in Wilstorf (40,6 Prozent). In Francop ging jede zweite Stimme an die CDU. Die Linke erhielt in Altenwerder/Moorburg 19,5 Prozent. Als Hochburg der AfD erwies sich Rönneburg (6,5 Prozent).
Unerfreulich: Im Gegensatz zum Bundestrend nahm die Wahlbeteiligung in Hamburg weiter ab. Sie lag bei 69,9 Prozent (-1,7), der Bundesschnitt beträgt 71,5 Prozent. Das geringste Interesse an der Wahl hatten die Bürger im Harburger Kerngebiet (Beteiligung 54,2 Prozent) sowie in Hausbruch (57,8 Prozent).


So wurde gewählt (Zweitstimmen)

Hamburg
SPD: 32,4
CDU: 32,2
Grüne: 12,6
FDP: 4,8
Linke: 8,8
AfD: 4,1

Bezirk Harburg
SPD: 35,1
CDU: 33,7
Grüne: 8,9
FDP: 3,7
Linke: 8,1
AfD: 4,9

Bund
SPD: 25,7
CDU: 41,5
Grüne: 8,9
FDP: 4,8
Linke: 8,6
AfD: 4,7
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