Happy-End für Waltraud K.

In der Seniorenwohnanlage Grumbrechtstraße 76 stehen den Bewohnern eine Bibliothek, Gruppenräume und drei Sonnenterrassen zur Verfügung. Foto: SAGA GWG / nps tchoban voss

Der etwas holprige Weg zur neuen Wohnung

Eine geeignete (Senioren-) Wohnung zu finden, ist nicht leicht. Das musste auch die Harburger Rentnerin Waltraud K. (67, Name der Redaktion bekannt) erfahren. Doch bei ihrer Suche gab es ein Happy-End.
Waltraud K. wohnt seit Jahren in der Bremer Straße. In einem Mietshaus in der dritten Etage, ohne Fahrstuhl. Wegen gesundheitlicher Probleme plante die Rentnerin einen Umzug. Ihr Wunsch: Eine kleine Erdgeschosswohnung, gern in einer Seniorenwohnanlage.

„Sie erhalten
demnächst Bescheid“

Fündig wurde Waltraud K. ganz in der Nähe, in Heimfeld. In der Grumbrechtstraße hat die Saga/GWG gerade erst 106 barrierefreie Seniorenwohnungen errichtet. Die Idee: Menschen, die schon lange in Harburg leben, sollen die Möglichkeit haben, auch im Alter im Stadtteil bleiben zu können.
„Passt genau“, dachte sich Waltraud K, ging zur Harburger Saga-Geschäftsstelle in der Bremer Straße, gab ihre Unterlagen ab und wartete. „Mir wurde gesagt ‘In 14 Tagen erhalten Sie Bescheid’“, berichtet sie. Doch selbst nach drei Wochen passierte nichts. Auf Nachfragen gab’s stets die bekannte Antwort: „Sie erhalten demnächst Bescheid.“

Hund gestorben: Diese
Info ging verloren

Eine Wochenblatt-Nachfrage brachte ein wenig Klarheit. „Die Grumbrechtstraße kommt für Frau K. wegen der gewünschten Tierhaltung und der innen liegenden Bäder nicht in Frage“, teilte Saga/GWG-Sprecher Michael Ahrens mit. „Dass ihr bedeutet wurde, sie erhalte nach 14 Tagen Bescheid, ist ganz offensichtlich ein Missverständnis gewesen.“
Rückfrage bei Waltraud K: Was ist mit Tierhaltung und dem gewünschten Bad? Ursprünglich hatte Waltraud K. offenbar auf einem Formular angegeben, dass sie ihren kleinen Hund mitnehmen möchte und dass ihr Bad möglichst ein Fenster haben sollte.
Am 2. Oktober 2014 starb Waltraud K’s Hund. „Das habe ich der Saga bei einem Besuch auf der Geschäftsstelle am 8. Oktober auch mitgeteilt“, sagt die Harburgerin. Das Problem: Diese Information ging verloren. Für die Saga/GWG wollte Waltraud K. immer noch eine Wohnung, in der Tierhaltung erlaubt ist.
Nach einem weiteren Wochenblatt-Anruf konnte das Missverständnis geklärt werden. Da für Waltraud K. auch nichts gegen ein innen liegendes Bad einzuwenden hatte, gab es ein Happy-End.
Mitte Februar kann sie, wenn alle Formalitäten erledigt sind, ihre Wohnung in der Grumbrechtstraße beziehen. „Das ist wunderbar“, freut sich die Seniorin, „dann können jetzt mein Sohn und seine Frau in meine alte Wohnung ziehen.“
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