Halloween am Hainholzweg

Aus dichtem Nebel taucht ein gruseliger Geist auf. Foto: sl

Michael Marx hat allen Besuchern einen gruseligen Empfang bereitet

Von Sabine Langner. Harburg.
Das ist ne richtige Mutprobe, da rein zu gehen. Und am Schlimmsten ist die Mumie, die auf dem Stuhl sitzt und plötzlich hoch springt.“ Wohlige Schauer des Entzückens laufen Antonia über den Rücken. Trotzdem lässt es sich die als Hexe verkleidete Neunjährige nicht nehmen, gleich noch mal den Garten von Familie Marx am Hainholzweg zu betreten.
Direkt über der Eingangspforte lässt ein geköpftes Krokodil seine lange Zunge blutig aus dem Maul hängen. Fackeln beleuchten notdürftig den Weg. Nach dem dritten Schritt erklingt die Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“. Plötzlich faucht von rechts ein Feuer und direkt vor den Besuchern erscheint in einer Nebelwolke ein schwarzer Dämon mit langen Finger. „Was wollt Ihr?“, fragt der Dämon mit schaurig dunkler Stimme. Wer einen pfiffigen Spruch aufsagen kann, wird belohnt mit Süßigkeiten.
Michael Marx ist in seinem Element. Umgeben von Kabeltrommeln und Steckdosen hat der 52-jährige Maschinenbauer alle Hände voll zu tun, den Garten für jeden neuen Gast wieder aufs Neue so „richtig schön gruselig“ zu machen. Dafür hat er sich extra einen Tag Urlaub genommen, hat sich eine Nebelmaschine geliehen und den Garten mit Lautsprechern und Lichtern reichlich bestückt.
„Vor sechs Jahren war unser Sohn noch klein. Der ist zusammen mit meiner Frau an Halloween durch die Nachbarschaft gezogen und ich saß zu Hause und habe immer nur die Tür aufgemacht und eine Schüssel mit Süßigkeiten den kleinen Geistern entgegen gehalten“, erinnert sich Michael Marx. „Das war mir zu langweilig. Also habe ich mich als Strohpuppe verkleidet, mich neben die Süßigkeiten vor die Tür gesetzt, gewartet, und wenn ein Kind zugriff, bin ich aufgesprungen.“ Der Erfolg war grandios. Seitdem setzt Michael Marx - inzwischen mit Sohn - alles daran, Halloween jedes Jahr noch ein bisschen aufregender für die Kinder der Nachbarschaft zu machen.
Mit Erfolg. Antonia und ihre Freunde waren so begeistert, dass sie dem Geisterhaus gleich drei Mal einen Besuch abgestattet haben. Beim letzten Mal haben sie zur Abwechslung Süßigkeiten vorbei gebracht.
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