Grünes Licht für Galerie-Café

So sieht Werner Pfeifers Plan aus: Aus der alten Fischhalle wird ein Galerie-Café, davor gibt’s einen Skulpturenpark. Grafik: Ostermann Architekten

Werner Pfeifers Projekt am Kanalplatz hat wichtige Hürden
genommen - Finanzbehörde verzichtet hier auf Bürogebäude

Die Chancen für ein Galerie-Café im Binnenhafen stehen so gut wie nie. Der Harburger Journalist und Liedermacher Werner Pfeifer möchte dieses Projekt in der seit Jahren leer stehenden ehemaligen Hafenarbeitervermittlungsstelle am Kanalplatz 16 umsetzen. Jetzt hat auch die für diese städtische Fläche zuständige Finanzbehörde „grünes Licht“ gegeben. Neben dem Galerie-Cafè könnte, so die Idee der Behörde, außerdem der Beachclub seine neue Heimat finden.
So sieht Pfeifers Plan im Detail aus: Im Hauptraum des Gebäudes soll auf rund 150 Quadratmetern ein Galerie-Cafe mit Bistrobetrieb entstehen. Außerdem sind Räume für ein Hafenmeis-terbüro, für die Geschichtswerkstatt Harburg, Platz für Künstler und Werkstätten sowie sanitäre Anlagen für die Nutzer des angrenzenden Traditionsschiffhafens vorgesehen. Im Skulpturenpark vor dem Gebäude sollen Plastiken und Kunstwerke bildender Künstler sowie Teile von Schiffen und Schuten stehen. Werner Pfeifer: „Die Kosten liegen geschätzt zwischen 300.000 und 500 000 Euro. Ich bin bereit, diese Summe zu investieren und kann sofort starten.“
Das bisherige Problem: Laut Bebauungsplan kann auf diesem Gelände ein Bürogebäude errichtet werden. Einem Abriss der nicht denkmalgeschützten, stark sanierungsbedürftigen Hafenarbeitervermittlungsstelle stünde nichts im Weg.
Doch Verwaltung und Politik überzeugten die Finanzbehörde von Pfeifers Vorhaben. „Die zunächst angedachte Ausschreibung für Büronutzung wird zum jetzigen Zeitpunkt an diesem Standort nicht verfolgt“, erklärte Behördensprecher
Daniel Stricker etwas verklausuliert. Dafür wird jetzt die Fläche der alten Fischhalle/Hafenarbeitervermittlungs-stelle kurzfristig ausgeschrieben.
Das Gelände neben dem geplanten Café hat die Finanzbehörde nach Auskunft des Bezirksamtes dem Beachclub angeboten, der seinen jetzigen Standort am Veritaskai verlassen muss. „Bei mir ist noch nichts eingegangen“, entgegnet Beachclub-Betreiber Heiko Hornbacher. Reicht die Fläche überhaupt? Hornbacher: „Für das, was Harburg braucht, ist es zu klein.“
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1 Kommentar
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 08.10.2013 | 10:54  
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