Gespart wird bei den Ärmsten

Jetzt packt er noch die letzten Umzugskartons: Stadtteildiakon Martin Leimbach (r.) wechselte in die Gemeinwesendiakonie des Kirchenkreises Hamburg-Ost. Pastor Frank-Ulrich Schoeneberg hilft ihm beim Tragen der Kartons. Foto: ki

Stadtteildiakonie Harburg/Heimfeld in diesem Jahr nicht besetzt? Kein Nachfolger für Martin Leimbach gefunden

Von Karin istel.
Diese Einsparung trifft die ärmsten Harburger. In den nächsten zwölf Monaten wird sich in Harburg-Mitte vermutlich kein Stadtteildiakon um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmern. Der bisherige Stadtteildiakon Martin Leimbach war zu Jahresbeginn in den Kirchenkreis Hamburg-Ost gewechselt. Seine halbe Stelle kann voraussichtlich erst in einem knappen Jahr besetzt werden.
Die Stadtteildiakonie hat ihren Sitz in der St. Johanniskirche, Bremer Straße 9. Im letzten Jahr kamen 751 Menschen zur kostenlosen, anonymen und vertraulichen Beratung. „Der Bedarf an Beratungen ist hoch hier. Die Hälfte aller Gespräche drehte sich um Probleme mit dem Arbeitslosengeld II. Zu uns kamen auch Menschen mit Schulden, psychischen Problemen, Obdachlose oder junge Frauen, die schwanger waren“, erzählt Martin Leimbach.
Finanziert wird die Stadtteildiakonie gemeinsam von den vier Kirchengemeinden Luther, St. Paulus, St. Petrus und St. Trinitatis. Derzeit ist noch unklar, wie viel Geld jede der Kirchengemeinden für die Stadtteildiakonie im nächsten Jahr aufbringen kann.
„Die vier Partnergemeinden müssen jetzt ihre Finanzen planen, damit wir weiterverhandeln können“, erklärt Pastor Frank-Ulrich Schoeneberg (St. Paulus). „Es gehen hier nicht alle Lichter aus. Sozialberatungen werden weiterhin von der Diakonie des Kirchenkreises im Haus der Kirche angeboten.
Wir bemühen uns aktuell, eine Vertretungskraft für unsere Stadtteildiakonie zu engagieren. Voraussichtlich Ende des Jahres wird die Inhaberin der anderen halben Stelle aus der Elternzeit wiederkommen.“
Bis dahin sind in St.Johannis das Frühstückscafé und andere soziale Treffpunkte wie gewohnt geöffnet. „In Kürze wird es eine Teilzeitkraft geben, die gemeinsam mit Ehrenamtlichen die Angebote betreut. Ansprechpartnerin wird Pastorin Dusková sein“, erklärt Diakon Martin Leimbach.


Sozialberatung
Haus der Kirche, Hölertwiete 5, Tel 519 00 09 65
Offene Sprechzeit: di, do 13-15 Uhr
Hilfe beim Ausfüllen von Formularen: di, 10-12 Uhr

Arbeitslosen-Telefonhilfe Tel 0800-111 04 44
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