Genervte Postkunden

Michael Dose ist sauer, weil er bei der Post fast drei Stunden auf ein Paket warten musste. Foto: sl
SABINE LANGNER, HARBURG
Der Ärger um die Post in der Amalienstraße reißt nicht ab. Lange Wartezeiten und nicht genügend Parkplätze - die Kunden sind genervt, die Mitarbeiter der Postagentur frustriert.

Hans Schwingel ist sauer. Er wollte große, schwere Pakete zur Post in der Amalienstraße bringen. Drei Kurzzeitparkplätze gibt es dort, doch die waren besetzt. Weil die Pakete so schwer waren, entschloss sich der Harburger, sein Auto mitten in der Wendekehre kurz abzustellen. Lange Warteschlagen machten die Hoffnung auf ein schnelles Hineinspringen und Post abgeben, zunichte. Als Hans Schwingel endlich wieder bei seinem Auto war, stand auch schon ein Mitarbeiter des Bezirklichen Ordnungsdienstes (BOD) parat und schrieb gerade eifrig an einem „Knöllchen“. Hans Schwingel ging extra noch mal hinein zur Post, um dem BOD-Mitarbeiter die Größe des Paketes zu zeigen – keine Chance. Er muss zahlen.

Ebenso wütend ist Michael Dose. Der fand in der vergangenen Woche eine Benachrichtigungskarte im Briefkasten, dass am nächsten Werktag in der Amalienstraße ein Päckchen für ihn liegen würde. Da die Öffnungszeiten mit 8 Uhr auf der Benachrichtigungskarte angegeben waren, stand der pensionierte Schulleiter auch um 8 Uhr am Schalter. Doch dort beschied man ihm, die Sendungen vom Vortag würden erst ab 10 Uhr bereitliegen. Als der Miachel Dose nach zwei Stunden wieder kam, war das Paket allerdings immer noch nicht da. Des Rätsels Lösung: Die Post baut ein neues Verteilzentrum. „Aus diesem Grund müssen die Fahrer jetzt einen Umweg fahren und sind nicht mehr morgens um sieben Uhr schon hier, sondern erst zwei Stunden später“, sagt ein Mitarbeiter der Post. „Wir haben schon extra Aushilfen eingestellt, damit wir der Postflut vor Weihnachten Herr werden und die Kunden nicht so lange warten müssen. Aber wenn wir die erst Sendungen so spät bekommen, dann können wir auch nicht zaubern.“

Ein Tipp für alle Menschen, die entspannt Pakete abgeben wollen, ist die kleine Postagentur in Marmstorf. Am Handweg gibt es zumindest eine ganze Menge kostenloser Parkplätze. An Wartezeiten kommt man allerdings auch hier in Weihnachtszeit nicht vorbei.


BU: Michael Dose ist sauer, weil er bei der Post fast drei Stunden auf ein Paket warten musste. Foto: sl
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7 Kommentare
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Sebastian Jiske aus Heimfeld | 17.12.2012 | 14:49  
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Torben Meier aus Harburg | 18.12.2012 | 12:22  
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Manfred Hagel aus Harburg | 18.12.2012 | 23:10  
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Rudolf Lessing aus Wilhelmsburg | 20.12.2012 | 21:39  
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Manfred Hagel aus Harburg | 23.12.2012 | 01:31  
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Morgan Wutzke aus Rönneburg | 08.05.2013 | 17:38  
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Rudolf Lessing aus Wilhelmsburg | 20.05.2013 | 11:43  
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