„Gehen sie mir nicht auf den Sack!“

In Harburg werden Falschparker nicht so schnell abgeschleppt. Foto: panthermedia

Gestresster Polizist von Anwohner-Hinweis
auf rücksichtslosen Falschparker genervt

Montagnachmittag gegen 16 Uhr, Femerlingstraße,
Ecke Adolf-von-Elm-Hof. Ein Auto parkt in der Einfahrt zum von-Elm-Hof im absoluten Halteverbot. Für größere Fahrzeuge ist die Zufahrt in die schmale
Sackgasse blockiert. „Wenn es brennt, kommt die Feuerwehr nicht mehr durch“, ärgert sich Anwohner Paul Meyer (Name geändert), der seit mittlerweile 25 Jahren hier lebt. „Der Falschparker gefährdet uns doch alle“, sagt Meyer und erinnert daran, dass in Eimsbüttel vor kurzem drei Menschen in ihrer Wohnung verbrannt sind.
Um den Falschparker abschleppen zu lassen, rief Anwohner Meyer beim Polizeikommissariat 46 in der Lauter-bachstraße an. „Dort wurde ich einfach abgekanzelt“, empört er sich. „Ein Polizist sagte sogar ‘Gehen sie mir nicht auf den Sack.’“
Bei der Harburger Polizei werden Bürger angepöbelt? Dietmar Thoden (PK 46) erklärt: „Wir haben sechs Streifenwagen im Einsatz. Und es ist nicht immer Zeit, lange mit Bürgern zu sprechen. Trotzdem haben wir den Anspruch, professionell mit jedem Anrufer umzugehen.“
Aus Sicht der Polizei gab es im Bereich Femerlingstraße, Ecke Adolf-von-Elm-Hof bislang keine Probleme. Generell gilt: Wer im Halteverbot parkt, wird nicht automatisch abgeschleppt. „Wenn wir in Harburg immer alles freischleppen lassen würden – den Aufschrei möchte ich hören“, sagt Dietmar Thoden. Allerdings: „Wer in Feuerwehreinfahrten parkt, wird abgeschleppt. Da haben wir ein Auge drauf.“
Der Falschparker in der Femerlingstraße hatte übrigens Glück. „Eine Funkstreife ist vor Ort gewesen, hat den Fahrer noch im Wagen angetroffen und ihn auf das Halteverbot hingewiesen“, so Dietmar Thoden. „Eine Verwarnung wurde nicht ausgesprochen.“
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