Gegen das Vergessen

Vor 74 Jahren, am 10. November 1938, wurde die alte jüdische Leichenhallle auf dem Schwarzenberg von Angehörigen der Harburger SA in Schutt und Asche gelegt. Foto: pr

Kundgebung am Sonnabend, 10. November, 11 Uhr am Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg

Vor 74 Jahren wurden von den Nazis während der so genannten „Reichspogromnacht“ in ganz Deutschland über 1.400 jüdische Geschäfte, Wohnungen, Synagogen und Friedhöfe zerstört. Die systematische Verfolgung der Juden begann.
Zu einer „Kundgebung gegen das Vergessen“ laden am Sonnabend, 10. November, die „Initiative Gedenken in Harburg“ und die Bezirksversammlung. Treffpunkt: 11 Uhr am Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg. Von dort aus werden die Teilnehmer in einem Schweigemarsch zum
Synagogen-Mahnmal in der Eißendorfer Straße gehen, um der unzähligen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.
In Harburg legte die SA am 10. November 1938 die jüdische Leichenhalle in Schutt und Asche. Mit dem brennenden Leichenwagen zogen Hitlerjungen anschließend unter dem tosenden Beifall vieler Schaulustiger über den Schwarzenberg.
Wenige Minuten später hatte sich eine große Menschenmenge vor der Synagoge in der Eißendorfer Straße/Ecke Albersstraße (heute: Knoopstraße) versammelt. Ein Augenzeuge, der Polizeibeamte Heinrich G., gab später zu Protokoll: „SA-Leute brachen mit Rammbalken den Haupt- und Nebeneingang auf und drangen in die Syna-goge ein. … [Anschließend] zerschlugen sie mit Äxten und Kreuzhacken die Einrich-tung, deckten das Dach ab und warfen die Ziegel auf die Straße. … Wir Polizisten waren abkommandiert worden, um zu verhindern, dass die Wohnungen von `Ariern´ in der Nähe in Mitleidenschaft gezogen wurden. Gegen den tobenden Mob durften wir nicht eingreifen.“
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