Gefährlicher Weg am Reeseberg

Mittlerweile darf Heinz von Damm den gefährlichen Zuweg zu den Häusern Reeseberg 151 a-d nicht mehr betreten: Der Verwalter hat ihm Hausverbot erteilt. Foto: ast

Auch das Bauamt fordert jetzt eine „Wiederherstellung der Verkehrsssicherheit“

Heinz von Damm wohnt in einem der Häuserblocks in der Straße Am Weinberg in Wilstorf. Die Gegend kennt er wie seine Westentasche, denn hier war er bis 1996 als Hausmeister tätig. Er kennt nicht nur jeden Stein, sondern auch die meisten Mieter in seinem Umfeld. Auch mit den Bewohnern der Häuser Reeseberg 151 a-d steht er in Kontakt, und die haben ihm berichtet, so von Damm, was auch er schon lange bemerkt hat: „Der Zuweg zu den Häusern ist in sehr schlechtem Zustand.“
Er selbst nutze den Weg immer als Verbindung zwischen seiner Wohnung und der Straße Reeseberg, sagt der 68-Jährige. Auf dem Weg zu seiner Garage, zum Kiosk, zum Bus oder zum Arzt ist der Fussweg eine kleine Abkürzung für ihn. Auch er sei schon zweimal gestolpert und umgeknickt, denn der Weg sei „holprig, voller Löcher, Wurzelerhebungen und Absackungen“.
„Hier ist seit der Erstellung 1960 nur stellenweise ausgebessert worden“, klagt von Damm und fürchtet schon den Winter. „Wenn dann noch Schnee und Eis hinzu kommen, wird es richtig gefährlich.“ Es wohnten viele ältere Mieter in den Häusern, darunter auch zwei, die auf Gehwagen und Rollstuhl angewiesen seien. „Für die ist der Weg ein großes Problem“, so Heinz von Damm.
Zuständig für den Weg ist ausgerechnet sein alter Arbeitgeber, die Firma Schumann Immobilien, die als Verwalter und Eigentümer der Gebäude fungiert. Hier seien auch schon Beschwerden von einigen Mietern eingegangen, sagt von Damm. „Aber passiert ist nichts.“ Deshalb habe er sich vor einigen Wochen an das Harburger Bauamt gewandt. Und das hat nach einer Begehung den schlechten Zustand bestätigt. „Der Vermieter wurde daraufhin aufgefordert, die Verkehrssicherheit wieder herzustellen,“ so Beatrice Göhring, Sprecherin des Bezirksamtes. „Der Verwalter hat erklärt, dies zu tun.“ Zeitraum? Unbekannt.
Für Heinz von Damm hat sein Einsatz allerdings schon jetzt ein Nachspiel: Von den Anwälten der Schumann Immobilien erhielt er jetzt ein Schreiben, in dem ein Hausverbot gegen ihn ausgesprochen wurde. Er darf den Weg zukünftig nicht mehr betreten. Von der Firma Schumann Immobilien war trotz mehrfacher Nachfrage keine Stellungnahme zu bekommen.
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