Ganz neu: Bier mit Birkensaft

Keine Ahnung vom Bierbrauen, aber jede Menge Enthusiasmus: Die Shapers aus Lübeck versuchten mit einer Kreation aus Birkenwasser und Löwenzahnextrakt ihr Glück. Foto: sl

Technische Universität Hamburg-Harburg lud zum
sechsten internationalen Brauwettbewerb ein

Von Sabine Langner.
Kann Bier Krankheiten lindern? Auf diese Frage gab es beim 6. Internationalen Brau- wettbewerb der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) keine Antwort. Klar ist aber, dass Bier Menschen aus zahlreichen Städten zu Freunden macht und für ausnehmend gute Laune sorgt.
16 Teams aus Deutschland, Österreich und Frankreich traten beim diesjährigen Brauwettbewerb an. Angeboten wurden Kreationen wie Kosmonautenweizen, VamBier oder Black Beast, ein Bier, das auf Kaffeebohnen gelagert wird.
„Wir brauen alles, was man sich vorstellen kann. Wir experimentieren halt gern“, erklärt Mathias Amonn, Leiter der TUHH-eigenen Brauerei Campusperle. Als Gastgeber durften sie nicht am Wettbewerb teilnehmen, obwohl sie neun verschiedene Biere im Angebot hatten.

Von Pfadfindern
große Töpfe ausgeliehen

Die Sache mit dem Experimentieren nehmen die Teams todernst. Es gibt Bier mit Minze, mit Birkensaft und Löwenzahnextrakt. Bier, das statt mit Bierhefe mit Weinhefe angesetzt wurde, aber auch solches, das mit Chlorophyll grün gefärbt wird und angeblich gegen Knoblauchgeruch hilft.
Es gab auch Teams, die keine Ahnung vom Brauen hatten, dafür aber jede Menge Enthusiasmus mitbrachten. So wie die Shapers aus Lübeck. „Ich war im letzten Jahr in einem anderen Team mit dabei“, strahlt Anne Fidelak. „Das ist eine so tolle Veranstaltung. Man lernt nette Leute kennen und hat ein ganzes Wochenende lang Spaß. Da wollten wir unbedingt auch diesmal wieder mit dabei sein.“
Anfang Mai haben sich die Mädels in einem Schrebergarten getroffen, sich von befreundeten Pfadfindern Riesentöpfe ausgeliehen und sich erst mal schlau gemacht über die einzelnen Brau-Schritte. „Der erste Ansatz war eine Katastrophe“, erzählt Marion Walinda. „Aber im Laufe der Monate wurde das Bier immer besser.“

Dritter Platz
für das Minzbier

Das fand auch die Jury, bestehend aus Oliver Wesseloh, Weltmeister der Biersommeliers und Besitzer einer Brauerei in Sinstorf, Esther Isaak, Inhaberin von Hamburgs
ältestem Bierfachgeschäft und Braumeister Jochen Mader. Auf den ersten Platz setzten sie das Team Yeastcell mit dem Bier „Dom Beerignon“.
Das grüne Bier der Bierbräute kam auf Platz zwei, und Röthelheimbräu gewann mit dem Minzbier den dritten Preis.
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