Galerie-Café am Kanalplatz

Der Harburger Journalist und Liedermacher Werner Pfeifer möchte aus der alten Fischhalle am Kanalplatz 16 ein Galerie-Café machen. Foto: pr

Grünes Licht für Projekt des Harburger Journalisten
und Liedermachers Werner Pfeifer

Von Olaf Zimmermann.
Geschafft. Der Konflikt zwischen Finanzbehörde und dem Bezirk um die alte Fischhalle am Kanalplatz ist beigelegt. Damit stehen die Chancen für das Galerie-Café, das der Harburger Journalist und Liedermacher Werner Pfeifer dort einrichten möchte, so gut wie nie.

Was ist geplant?
Im Hauptraum des Gebäudes soll auf rund 150 Quadratmetern ein Galerie-Café mit Bistro-Betrieb entstehen. Pfeifer möchte dafür einen sechsstelligen Betrag investieren. „Es ist von allem ein bißchen dabei: Etwas Zeise-Halle, ein bisschen Soulkitchen, etwas Wohnschiffertreff, etwas Maritimes und hoffentlich viel Harburg!“, verspricht Werner Pfeifer.

Wo lag das Problem?
Laut Bebauungsplan kann auf diesem städtischen Gelände, auf dem sich die stark sanierungsbedürftige ehemalige Fischhalle befindet, ein Bürogebäude errichtet werden. Werner Pfeifer möchte die Fläche gern kaufen, er kann angesichts der geplanten kulturellen Nutzung aber nicht viel zahlen. Der Stadt würden in diesem Fall rund 400.000 Euro entgehen. „Das ist nicht akzeptabel“, urteilte Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde.

Die Lösung
Der Bezirk ermöglicht auf dem benachbarten Gelände, das ebenfalls der Stadt gehört, eine höhere Bebauung als
bislang vorgesehen. Daniel Stricker: „Dadurch könnte der Verlust weitgehend kompensiert werden, weshalb das für uns ein gangbarer Weg ist.“

Weshalb noch die Ausschreibung?
„Eine Ausschreibung ist vergaberechtlich erforderlich. Eine Direktvergabe ohne Ausschreibung im Rahmen der Wirtschaftsförderung ist nur bei einem Alleinstellungsmerkmal möglich, was hier nicht vorliegt“, stellte Behördensprecher Daniel Stricker klar.

Bekommt das höchste
Angebot den Zuschlag?

„Eine Ausschreibung erfolgt aber grundsätzlich nicht nach Höchstgebot, sondern nach Konzept. Dass in jedem Fall der Bieter mit dem höchsten Gebot den Zuschlag erhält, ist ein ebenso falsches wie hartnäckiges Märchen. Es gewinnt der Bieter mit dem besten Konzept.“


Maritimes
Kulturzentrum

Grundkonzept ist ein Galerie- Café mit monatlich wechselnden Ausstellungen. Künstler können dort ihre Werke - mit Preisschildern versehen - ausstellen. Geplant ist auch ein Bistro-Betrieb. Es besteht das Angebot an die Geschichtswerkstatt, dort einen Raum zu beziehen. Das gilt auch für den Museumshafen Verein. „Wenn es den Museumshafen irgendwann geben sollte, könnte dort ein kleines Hafenmeisterbüro entstehen“, so Werner Pfeifer.
„Gegenüber dem Bezirk würde ich mich verpflichten, für den geplanten Museumshafen die Sanitärräume sowie die Müllstation zu errichten und sie für eine geringe Miete zur Verfügung zu stellen.
Es wird eine enge Verzahnung mit der Kulturwerkstatt geben. Vorstellbar ist auch der Anbau eines kleinen Ladens/ Werkstatt.
Meine Wunschvorstellung wäre auf dem Außengelände im Sommer ein kleiner Hafenkiosk mit Harburg Souveniers. In einem zweiten Schritt würde ich gerne an der Wasserseite einen Anlegeponton für kleine Hafenrundfahrten aufbauen. An den Wochenenden könnte man nicht nur draußen am Wasser sitzen und Kaffee trinken, sondern auch mit kleineren Booten Hafenrundfahrten veranstalten.
Als Veranstaltungen könnte ich mir natürlich Konzerte vorstellen.
Die Halle wird für Geburtstage, Hochzeiten und Firmenfeiern zu mieten sein.“
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