Für Studenten kein Zimmer frei

Längst nicht jeder Student hat seine eigene Bude. Viele sind noch auf der Suche nach einem günstigen Zimmer. In Hamburg ein fast hoffnungsloses Unterfangen. Foto: panthermedia

Wohnanlagen belegt - es fehlt an preisgünstigem Wohnraum -
640 neue Plätze in den kommenden vier Jahren

Es ist nicht leicht, in Hamburg eine günstige Wohnung zu finden. Der Markt scheint wie leergefegt. Jetzt beteiligen sich auch noch viele der 7.800 Studienanfänger von Universität Hamburg und Technischer Universität an der Wohnungssuche. Längst sind die 3.950 Plätze in den 23 Wohnanlagen des Studierendenwerks belegt. Es fehlt an preisgünstigem Wohnraum.
„Daher erweitert das Studierendenwerk in den kommenden vier Jahren sein Angebot um rund 640 Plätze mit dem geplanten Neubau von drei modernen Wohnanlagen“, sagt Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer Studierendenwerk Hamburg.
Schon zum Wintersemester 2017 wird die zurzeit im Bau befindliche Wohnanlage Sophie-Schoop-Haus in Neuallermöhe mit 266 Plätzen eröffnet. An der Neuenfelder Straße in Wilhelmsburg (370) und in der HafenCity (125) sind weitere Wohnanlagen geplant.
Sein Tipp: „Wer als Studienanfänger jetzt noch auf Zimmersuche ist, hat bis Ende November mit einem ‘Last Minute-
Zimmer“ die Möglichkeit, kostengünstig eine Übernachtungsmöglichkeit in der Wohnanlage Gustav-Radbruch-Haus zu mieten.“ Dauer: Bei großer Nachfrage für maximal acht Tage.
Für Studenten der TU Hamburg-Harburg empfiehlt TUHH-Sprecher Rüdiger Bendlin: „Wenn die Aufnahme des Studiums wegen der vergeblichen Suche nach Wohnraum gefährdet ist, geben wir Hilfestellung und versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden. In Einzelfällen bieten Vermieter direkt bei uns Wohnraum zur Miete an, so dass wir helfen können.
Für internationale Studierende haben wir eine Garantie-Vereinbarung mit dem Studierendenwerk Hamburg, nach der 180 Wohnraumplätze zur Verfügung gestellt werden können. Bislang ist dies auch ausreichend.“

„Kurzfristige Vermittlung nicht möglich“

Gibt’s bei Wohnungsbaugenossenschaften freie Wohnungen für Studenten? Das
Wochenblatt hat bei zwei Genossenschaften nachgefragt.
Der Eisenbahnbauverein Harburg verwaltet rund 3.211 Wohnungen, vorrangig im Hamburger Süden, aber auch in Barmbek-Süd. „Wir haben speziell Studentenwohnungen in Uninähe, aber auch möblierte Zimmer, 50 Stück an der Zahl“, erläutert EBV-Vorstand Joachim Bode. Zimmer kosten 290 Euro pro Monat bruttowarm inklusive Internet/WLAN. Möblierte Ein-Zimmer-Wohnungen kosten 390 Euro im Monat bruttowarm inklusive Internet/WLAN.
EBV-Vorstand Bode: „Ein eigenes Studentenwohnheim oder Ähnliches betreiben wir nicht.
Studenten sind jederzeit willkommen. Ihnen und vielen anderen Menschen wird jederzeit im Rahmen unserer Möglichkeiten gerne geholfen.“
Der Altonaer Spar- und Bauverein (Altoba) verfügt über 6.685 Wohnungen, viele davon in beliebten Stadtteilen wie Ottensen und Bahrenfeld. „Explizite Studentenwohnungen hat der Altonaer Spar- und Bauverein nicht“, teilt Altoba-Sprecherin Silke Kok mit. Es gibt eine lange Liste mit Mietinteressenten. „Eine kurzfristige Vermittlung einer Wohnung ist darum in der Regel nicht möglich. Hinzu kommt, dass wir als Genossenschaft frei gewordene oder neu erstellte Wohnungen zunächst den Mitgliedern der altoba anbieten“, so die Sprecherin.
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