Führungswechsel bei Karstadt Harburg

Karstadt-Chef Thomas Diebold geht nach Berlin. Seine Nachfolgerin wird Nina Wedler. Foto: sl

Thomas Diebold geht nach acht Jahren - Nina Wedler kommt

Von Sabine Langner.
Bei Karstadt Harburg steht ein Führungswechsel ins Haus. Der bisherige Filial-Geschäftsführer Thomas Diebold (58) übernimmt zum 1. Juli eine Karstadt-Filiale im Berliner Stadtteil Wedding. Seine Nachfolgerin wird Nina Wedler (27).
„Acht Jahre sind für einen Karstadt-Geschäftsführer eine ungewöhnlich lange Zeit", sagt Thomas Diebold. „Ich wäre gern geblieben, weil mir Harburg sehr ans Herz gewachsen ist, und ich glaube, dass wir in den letzten fünf Jahren mit der Einrichtung des Citymanagements einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht haben. Und auch hier bei Karstadt haben wir durch Umbauen und Sortimentsumstellungen einen Schritt nach vorn gemacht. Ich übergebe ein gut bestelltes Haus an Frau Wedler."
Für die junge Diplom-Betriebswirtin ist das Harburger Haus schon die zweite Filiale in ihrer Karriere. Als jüngste Geschäftsführerin im Konzern hat sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren die Filiale in Goslar geleitet. Ganz unbekanntes Terrain ist Harburg für die gebürtige Lüneburgerin nicht. Schließlich war ihr Vater Eberhard Wedler vor genau zehn Jahren auch schon Chef in Harburg. „Ich freue mich sehr, wieder in eine lebendige Stadt zu kommen", sagt Nina Wedler. „In Goslar ist das Angebot für junge Leute nicht so groß."
Angst um die Zukunft von Karstadt Harburg machen sich Thomas Diebold und Nina Wegner nicht. „Das Haus ist ein gut akzeptierter Nahversorger. Und ich glaube nicht, dass die Erweiterung des Phoenix-Centers – wenn sie denn kommen sollte – eine ernsthafte Konkurrenz für uns wird", sagt Thomas Diebold. „Unsere Kunden sind ein bisschen älter als die im Phoenix-Center und unser Einzugsgebiet ist auch ein völlig anderes."

Fünf Fragen an Nina Wedler

EW: Wie kommt es, dass Sie mit 27 Jahren schon Geschäftsführerin einer Karstadt-Filiale sind?
Nina Wedler: Gleich nach dem Abi habe ich in Lüneburg Betriebswirtschaft studiert und meine Bachelor-Arbeit damals über Karstadt geschrieben. Das hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt auch in dem Unternehmen arbeiten wollte. Ich habe dann erst mal als Aushilfe in der Herrenkonfektion in der Lüneburger Filiale angefangen und konnte als Mitarbeiterin in ein Trainee-Programm einsteigen.

Welche Stationen haben Sie schon hinter sich?
Ich habe erst mal die Damen-Wäsche und Spielwaren-Abteilung in Duisburg übernommen und war dann ein halbes Jahr Assistentin der Geschäftsführung in Saar-
brücken. Anfang 2012 habe ich das Haus in Goslar als Geschäftsführerin übernommen und den kompletten Umbau begleitet.

Wollen Sie auch in Harburg wohnen?
Ja, mein Freund und ich suchen gerade eine Wohnung hier. Bis dahin bin ich erst mal wieder bei meinen Eltern in Lüneburg untergeschlüpft.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Mein Freund und ich sind begeisterte Mountain-Biker - das geht ja hier auch ganz gut in den Harburger Bergen. Wenn ich viel Zeit habe, lese ich gern historische Romane auf Englisch. Ich war ein Jahr in den USA und habe dort meinen High-School-Abschluss gemacht. Es wäre schade, wenn ich diese Sprachkenntnisse wieder vergessen würde.

Was sind ihre ersten Schritte bei Karstadt in Harburg?
Zuerst lerne ich alle 130 Mitarbeiter kennen - das ist das Wichtigste. Danach werde ich mir hier alle Abläufe ansehen und eine Ist-Aufnahme machen. Ich glaube, ich kann hier einiges bewegen, und darauf freue ich mich.
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