Friedliche Party mit kleinem Schrecken

Harburg feiert friedlich – das Fest auf der Außenmühle war ein wahres Vergnügen. Foto: mag

Zum Eiszauber auf der Außenmühle kamen am Wochenende täglich bis zu 5.000 Besucher - am Sonnabend waren an einigen Stellen plötzlich Löcher im Eis

Von Marion Göhring.
Alsterwasser kann man trinken, das wahre Vergnügen bietet aber nur das Eis der Außenmühle in Harburg. Nach Schätzungen der Polizei tummelten sich am Wochenende täglich „bis zu 5.000 Besucher“ auf dem zugefrorenen Teich im Harburger Stadtpark, und alle waren sich einig: Das war ein großartiges Fest – bunt, laut und vor allem friedlich. Ganz ohne Zaun! „Mir fällt auf, dass hier unglaublich viele Familien unterwegs sind“, sagte der Heimfelder André Krüger. „Vielleicht gibt es deshalb keine Randale.“
Höhepunkt des Harburger Eiszaubers war das Feuerwerk am Sonntagabend, gleich nach Einbruch der Dunkelheit. Raketen und Böller waren in ganz Harburg zu hören, Beschwerden gab es diesmal aber nur vereinzelt.
Am Sonnabend stockte einigen Budenbetreibern der Atem, bei einigen kam sogar Panik auf: Die Buden standen plötzlich im Wasser. Sollte das Eis der Außenmühle der Belastung doch nicht standhalten? „Über Nacht gab es plötzlich Löcher im Eis“, sagt Veranstalter Heiko Hornbacher. „Da strömte das Wasser durch. Wir haben keine Ahnung, wie die entstanden sind.“ Sabotage? Für Hornbacher unvorstellbar: „Wir hatten Nachtwachen im Einsatz, die hätten was gemerkt.“
Ein Besucher des Eisvergnügens vermutete: „Vielleicht hat sich unter den Buden auch die Wärme gestaunt, und das hat das Eis geschmolzen.“ Die Kinder fanden es jedenfalls klasse, auf dem Eis durch die Pfützen zu toben...
Am Tag vor dem Harburger Eisvergnügen hatte es noch ein paar Diskussionen über den Veranstalter gegeben. Die zentrale Frage: Wieso sind beim Alstervergnügen die Konzessionen für den Betrieb der Stände und Buden per Los verteilt worden, in Harburg aber bestimmt Gastronom Heiko Hornbacher, wer eine Konzession bekommt? „Die Antwort ist ganz einfach“, sagt Bezirksamtssprecherin Beatrice Göhring: „Herr Hornbacher hatte als Einziger bei uns nach einer Genehmigung für ein Fest auf der Außenmühle nachgefragt.“ Das Bezirksamt selbst hätte personell gar nicht die Möglichkeit gehabt, so ein Fest in so kurzer Zeit auf die Beine zu stellen.
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