Finanzspritze für Harburger Schloss

So könnte die Museums-Zweigstelle im Keller des Harburger Schlosses aussehen. Foto: AMH/helms-museum

Bund spendiert 370.000 Euro für Sanierung des
historischen Gewölbekellers - dort soll Zweigstelle des Helms-Museums entstehen - Baubeginn unklar

Unerwarteter Geldsegen für ein Harburger Projekt. Für die Sanierung des Gewölbekellers des Harburger Schlosses stellt der Bund 375.000 Euro zur Verfügung. Dort soll eine Zweigstelle des Archäologischen Museums Hamburg (AMH), des Helms-Museums, entstehen. Das Vorhaben war wegen hoher Sanierungskosten ins Stocken geraten. Ob die Finanzierung dank der Finanzspritze jetzt gesichert ist, bleibt unklar. Das Archäologische Museum Hamburg ließ entsprechende Fragen unbeantwortet.
Insgesamt hat der Bund im Zuge des Denkmalschutz-Sonderprogramms V (2. Tranche) 20,84 Millionen Euro bereitgestellt. Auf Initiative der Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) befinden sich unter den 124 Denkmalschutzprojekten, die bundesweit gefördert werden, auch fünf Projekte in Hamburg: das St. Pauli Theater (650.000 Euro), die MS Cap San Diego (400.000 Euro), das Haus der Patriotischen Gesellschaft (180.000), der Kaispeicher B (36.000 Euro) und das Harburger Schloss (375.000 Euro).
Hintergrund: Im Gebiet um das Schloss liegt die Keimzelle Harburgs. Hier begann vor über 1.000 Jahren die Entwicklung von der Burg zur Stadt. Das ehemalige Schloss ist nach Abrissen und Umbauten heute nur noch in Teilen erhalten. Im Gewölbekeller des Schlosses, einem der ältesten noch ursprünglich erhaltenen Räume in Hamburg, soll eine Ausstellung dauerhaft über die Harburger Geschichte informieren.
Ursprünglich sollte die Sanierung des Gewölbekellers nur rund 500.000 Euro kosten. Wie Untersuchungen in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt ergaben, wird aber die doppelte Summe benötigt. Museumschef Rainer-Maria Weiss: „Mit Berücksichtigung der musealen Einrichtungskosten könnten sich die Gesamtkosten also durchaus auf eine Million Euro belaufen.“
Seit Monaten wird von vielen Seiten intensiv versucht, diese Summe zusammen zu bekommen.
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