Feuer im Phoenix-Center

Folge des Feuers im Phoenix-Centers: Der Fußboden im O2-Geschäft ist ruiniert. Foto: sl

Brand in einem Lagerraum konnte schnell gelöscht werden

Sabine Langner, Harburg
Mehr vorstellbares Chaos geht eigentlich nicht in einem Einkaufscenter: Rund 60.000 Menschen nutzten am 23. Dezember die letzten Stunden vor Weihnachten zum Einkaufen im Phoenix-Center, als in einem Lagerraum ein Feuer ausbrach. Dass dabei niemand verletzt wurde, liegt an den immer wieder geprobten Notfallszenarien und der sofort in Gang gesetzten Sicherheitskette.
Was war passiert? Offenbar hat ein Mitarbeiter in einem der Lagerräume verbotenerweise eine Zigarette geraucht. Es wird vermutet, dass er den Aschenbecher in einem Karton mit Altpapier leerte. Nach wenigen Minuten gingen der Feueralarm und gleichzeitig die Sprinkleranlage in diesem Bereich los. „In einem Hollywoodfilm würde in einem solchen Fall sofort das gesamte Center unter Wasser gesetzt werden“, sagt Heiko Wasser, technischer Leiter des Phoenix-Centers. „Das ist in der Realität natürlich nicht so. In diesem Fall wurde nur ein Teil der Mall berieselt. Daher mussten wir auch nicht das gesamte Center evakuieren, sondern nur den Teilbereich absperren.“ Tatsächlich haben viele Besucher von dem Feuer gar nichts mitbekommen. Einzige Einschränkung für die Kunden: die Fahrstühle werden im Brandfall sofort gestoppt.
Trotzdem hat das Löschwasser natürlich einigen Schaden angerichtet. Das O2-Geschäft, in dessen Lagerraum das Feuer ausbrach, musste für den Rest des Tages schließen. Und auch das Modehaus Hennes & Mauritz musste am Nachmittag das Erdgeschoss für Besucher sperren. Im übrigen Center ging der Betrieb aber nach einer guten Stunde weiter und auch die direkt betroffenen Geschäfte haben am 24. Dezember schon wieder wie gewohnt gearbeitet.
Für die Mitarbeiter ist das Thema damit aber noch nicht erledigt. Momentan laufen noch Trocknungsanlagen. „Wie groß der Schaden tatsächlich ist, können wir erst sehen, wenn die Trocknungsarbeiten abgeschlossen sind“, so Heiko Wasser weiter. „Momentan wird ständig die Feuchtigkeit in den Wänden gemessen. Erst wenn das alles ok ist, sehen wir, was wir sanieren müssen.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.