Erweiterung Phoenix-Center: erste Hürde überwunden

Um sich besser gegen die stärker werdende Konkurrenz behaupten zu können, soll das Phoenix-Center erweitert werden. Die Wirtschaftsbehörde befürchtet dann eine Schwächung der Harburger und der Hamburger (!) Innenstadt. (Foto: Foto: pr)

Bezirk gibt grünes Licht – ECE spendiert 1,5 Millionen für Aufwertung der Innenstadt

von Olaf Zimmermann, Harburg
Die Harburger Bezirksversammlung hat grünes Licht für die Erweiterung des Phoenix-Centers gegeben. Im Gegenzug verpflichtete sich Center-Betreiber ECE, rund 1,5 Millionen Euro für die Aufwertung der Harburger Innenstadt zur Verfügung zu stellen. Zur Umsetzung der Pläne ist allerdings noch die Zustimmung der Stadtentwicklungsbehörde nötig, die die Erweiterung bislang abgelehnt hatte. Center-Manager Thomas Krause hofft, dass mit dem 20 Millionen Euro teuren Ausbau im August 2014 begonnen werden kann.
Der Rubel rollt im Phoenix-Center. Pro Tag kommen rund 34.000 Besucher zum Shoppen. Der Jahres-Umsatz lag 2011 bei 150 Millionen Euro. Aber die Konkurrenz in Buchholz, Soltau und Buxtehude schläft nicht. Deshalb soll das Phoenix-Center erweitert werden. Der Plan sieht vor, im Untergeschoss 280 Parkplätze zu streichen und dafür die Verkaufsfläche um 3.400 Quadratmeter auf insgesamt 29.050 Quadratmeter auszubauen.
Das wird Auswirkungen auf die seit Jahren ums Überleben kämpfende Harburger Innenstadt haben. Nach wie vor stehen hier, trotz aller Bemühungen, viele Läden leer. Keine Spur mehr vom einstmals attraktiven Branchenmix. Firmen wie Christ, Douglas, Thalia und Tchibo sind aus der Lüneburger Straße ins Phoenix-Center gezogen. Das BID Lüneburger Straße, ein Zusammenschluss der Grundeigentümer, hatte die Erweiterungspläne deutlich abgelehnt – „um eine weiter Schwächung der Harburger Innenstadt und ihrer traditionellen Einkaufslagen zu verhindern!“ Eine Einschätzung, die Stadtentwicklungsbehörde und Wirtschaftsbehörde geteilen. Trotzdem wurde die Erweiterung in Harburg jetzt mit den Stimmen von SPD, CDU und Grünen auf den Weg gebracht.
Dass ECE Geld für die Aufwertung der Lüneburger Straße, für eine bessere Anbindung der Fußgängerzone ans Center und eine Aufwertung des Phoenix-Center Ausgangs Moorstraße ausgibt, halten nicht alle für ausreichend. FDP-Mann Carsten Schuster: „Allein die durch die Erweiterung zu erwartenden Verluste für die Geschäfte in der Lüneburger Straße, Karstadt und den Harburg Arcaden werden die von ECE gezahlten 1,5 Millionen übersteigen.“
Wird die Stadtentwicklungsbehörde unter diesen Umständen der Erweiterung des Phoenix-Centers zustimmen? Bis Redaktionsschluss lag dazu keine Stellungnahme der Behörde vor.

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